Arbeiten für den Konsum

Was ist Arbeit?

Diese Frage wurde hier bereits häufiger besprochen. In der BGE-Debatte ist sie ein zentraler Bestandtteil und wird immer wieder aufgerollt.

Dazu ein Auszug aus der Arbeit von Robert Pawelke-Klaer- „Das unbedingte Grundeinkommen“ (Pawelke@marktlehre.de):

„Keine Almosen zu empfangen, sondern etwas geben zu können, sich seinen Lebensunterhalt im wahrsten Sinne des Wortes zu verdienen, das ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen. Der „träge und faule Mensch“ hingegen ist lediglich eine Erfindung des
Kapitalismus. Das Menschenbild vom „faulen Menschen“ ist der Zwillingsbruder des homo oeconomicus, der nicht genug kriegen kann. Sinnlos viel tun, heißt noch lange nicht, fleißig zu sein. Dem Wunsch „bedingungslos“ geben zu können, würde ein „bedingungsloses“ Grundeinkommen entgegenkommen, nicht ohne Versuchungen. Allerdings würde dies den Kapitalismus aushebeln, der von der Vorstellung lebt, man müsse den Menschen zwingen, zu geben (zu arbeiten), während der Kapitalismus selber bemüht ist zu nehmen, wo immer sich eine Gelegenheit bietet, weil man von seiner Arbeit nicht reich werden kann, sondern nur indem man sie oder die Waren teuer verkauft, was nichts anderes heißt, dass der Verbraucher den Reichtum zahlt.“ Weiterlesen

Sie haben Post!

Frankfurt, den 01. Oktober 2010

Aktenzeichen XY, No. 40.385

Sehr geehrter Versicherter,

leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Prüfung Ihres Falls ergeben hat, dass die Bedingungen nach Paragraph 123, Abs. 1, Abschn. 3 nicht erfüllt wurden.  Bedauerlicherweise sind die Anspruchsvoraussetzungen für die Inspruchnahme Ihres am 12.04.1986 abgeschlossenen Rechtshaftschutzpräventionsvorsorgefonds nicht in allen Teilen von Ihnen erbracht. Aus diesem Grund können wir keine Geldleistung gewähren. Bitte haben Sie Verständnis für diese Entscheidung und nehmen Sie Abstand von weiteren Versuchen, unsere Leistungen beanspruchen zu wollen.

Als Zeichen unseres guten Willens jedoch und aus Gründen der Aufklärung, genau wie aufgrund der von uns permanent durchgeführten Trendforschung und den daraus resultierenden Ergebnissen kamen wir zu dem Schluss, dass eine offene und ehrliche Kommunikation gegenwärtig hoch im Kurs steht. Tage der offenen Tür und unsere Beteiligung innerhalb der lokalen Strukturen, genau wie unser Engagement für den Erhalt des tropischen Regenwaldes motivieren uns darüber hinaus, offen zu sein: Es erstaunt uns, dass Sie wirklich glauben, sich gegen Feuer, Wasser, Blech- und Sachschaden sowie Tod, Krankheit, Alter und Verwahrlosung, gegen Einsamkeit und Arbeitslosigkeit, gegen Diebstahl und Demütigung, gegen Falschheit und Betrug, gegen kosmetische und medizinische Irrtümer, gegen Schmerzen und Leid, gegen Mittellosigkeit und fehlende Freundschaft absichern zu können.

Es steht Ihnen jederzeit frei, diesen Vertrag zu kündigen und sich fortan selbst um Ihre Belange zu kümmern. Wir geben Ihnen die einmalige Chance, die Verantwortung für Ihren Leib, Ihre geistige Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen sowie Ihrer Besitztümer zu übernehmen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die uns entstandenen Kosten in Verbindung mit dem Vertragsabschluss und der zu erhaltendenden Infrastruktur unseres Unternehmens im Falle Ihrer Kündigung nicht in die Rückerstattung Ihrer Versicherungsbeiträge münden können. Die derzeitige Finanzkrise hat zudem unsere nicht vorhandenen Rücklagen vernichtet. Da wir ohnehin nur im Falle des Eintritts eines Riskos haften, weisen wir darauf hin, dass wir stets bemüht sind, diesen Eintritt niemals stattfinden zu lassen. Damit dienen wir dem Gemeinwohl der gesamten Versicherungsgemeinschaft.

Es grüßt Sie hochachtungsvoll

Ihre Versicherung

Häni, der Impulsgeber

Bedingungsloses Grundeinkommen – schon die Auseinandersetzung bewirkt Veränderung

Am Freitag, nach der Auftaktveranstaltung der „Gespräche über Morgen„, ging ich zum gemeinsamen Frühstück mit Daniel Häni bei „Signs und Pictures„. Häni, Schweizer Unternehmer und Produzent des Films „Grundeinkommen – ein Kulurimpuls“ war am 23. September 2010 Gast auf dem Podium auf Kamnagel. Und wollte noch mehr: sich ganz privat mit den Leuten aus Hamburg übers Grundeinkommen unterhalten. Geschichten aus dem Leben hören. Fragen stellen. Er ist ein Sammler. Er sammelt Schicksale. Nicht, um über sie zu richten, sondern um weiterhin für die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens zu werben. Denn die Theorie darüber, was alles in der Zukunft werden könnte, hätten wir nur schon ein BGE, hat sich längst praktisch in der Gegenwart breit gemacht. Weiterlesen

Caution! Wet floor!

Bildquelle: Grafik anklicken

Gibt es im Sudan eigentlich Sagrotan?

Und ist es nicht in Bahrain porentief rein? Sind nicht in München die Bürgersteige wie geleckt? Und haben nicht alle Bahnhöfe Bezahlklos mit rotierenden Überziehern? Wird die Wäsche nicht schon bei vierzig Grad supersauber?

Ist es nicht hübsch, wie sich das Dreirad vom Kleinen nahtlos ins Habitat-Wohn-Ambiente einpasst? Das Frühstück nehmen wir im Schneidersitz auf  antibakteriellen Pitchpine-Fußböden ein. Vorher reinigen sich noch alle rituell die Hände mit Feuchttüchern. Die Küche sieht aus, als wäre sie nie benutzt worden. Doch das täuscht. Man weiß heutzutage einfach, wie systemisches Kochen funktioniert.

Während wir genau wissen, wo die Keime auf uns „lauern“, Ärzte ihr Privileg auf Mundschutz aufgegeben haben, wir Räume mit Schuhüberziehern betreten, Leuten zunicken, die sich beim Öffnen einer Tür nicht mehr länger schämen, wenn sie einen Ärmel über die Finger ziehen, Kinder ins Krankenhaus bringen, weil sie sich Erde in den Mund steckten, unsere Wohnungen und uns selbst sterilisieren, ist es doch nie genug. Niemals sauber. Schließlich haben wir nachgeguckt. Dem Schmutz sind wir auf die Schliche gekommen. Er macht sich winzig klein, so klein, dass wir ihn erst unterm Mikroskop entdecken konnten. Gefunden haben wir ihn schließlich doch! Hygienische Sicherheit ist wichtig. Sehr sogar. Extrem bedeutsam. Es geht um die Gesundheit unserer Kinder, es geht um die Weltgesundheit.

Gott sei Dank gibt es Cilit big boom bang! Multifettwegmacher, Schimmelwimmelvernichter, Milbentöter, Kotkratzbürsten, Gasmasken und Schutzanzüge für den Fall, dass man das Bad noch selbst putzen muss. Wir danken der Reinigungsmittelindustrie für Tenside, Biozide, und Universal-Waschmittel.  Wie man hört, boomt gerade in China das Flüssigwaschmittel. Dank sei auch ausgesprochen an die Körperpflegeindustrie, die uns nicht nur sauber macht, sondern auch gut riechen lässt. Weiterlesen

Überangebot!

Was ist eigentlich Armut?

Arm ist hierzulande jemand, wenn er nicht genügend Geld hat, um sich zu ernähren, nicht in einer „ordentlichen“ Wohnung leben und nicht an der Gesellschaft Teil haben kann.

Demnach müsste das für die armen Menschen in unserer Bundesrepublik bedeuten:

  1. Es gibt nicht genug zu essen
  2. Es gibt nicht genügend Wohnraum
  3. Es gibt zu wenig Möglichkeiten, an der Gesellschaft Teil zu nehmen

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Grundeinkommen kommt groß raus

Pressemitteilung Hamburger Netzwerk Grundeinkommen – September 2010:

“Bedingungsloses Grundeinkommen für alle?“

Hamburger Netzwerk Grundeinkommen lädt zu GESPRÄCHE ÜBER MORGEN auf Kampnagel ein

Mit Götz W. Werner, Wladimir Kaminer, Katja Kipping u. v. a.

In Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Zeitzeichen und der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel veranstaltet das Hamburger Netzwerk Grundeinkommen das Festival der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN. Zum Auftakt am 23. September und an den Festivaltagen am 15. und 16. Oktober treffen prominente und hochkarätige Gäste aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft aufeinander. Verbindendes Thema ist die aktuell vielleicht spannendste Gesellschaftsidee: das bedingungslose Grundeinkommen.

Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Abwrackprämie für schlechte Arbeit? Und auf welche Weise könnte das Grundeinkommen den Kapitalismus verändern? Diese und andere Fragen werden auf den GESPRÄCHEN ÜBER MORGEN von vielen wachen Köpfen der Republik diskutiert. Mit dabei sind der Unternehmer Götz W. Werner, Katja Kipping, stellvertretende Bundesvorsitzende der Linken, der Autor Wladimir Kaminer, Christian Rickens vom Manager-Magazin, Kirsten Baumann vom Museum der Arbeit, Ingrid Hohenleitner vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut und zahlreiche  weitere spannende Gäste.

Was ist dran an den GESPRÄCHEN ÜBER MORGEN? Ist unsere Zukunft wirklich so ungewiss und – wenn man der Krisenstimmung Glauben schenken will – vom Missstand dominiert? Oder gibt es nicht auch noch andere, wenig beachtete Perspektiven auf die Gesellschaft von morgen? GESPRÄCHE ÜBER MORGEN bietet eine besondere Gelegenheit, den Blick zu schärfen und auf neue Gedanken zu richten. Dazu tragen Themen wie Gäste bei und beleuchten dabei das bedingungslose Grundeinkommen auf kritische und kreative Weise. Kontroverse Gesprächskonstellationen sorgen für spannende Auseinandersetzungen.

„Wir möchten, dass unsere Besucher die Gewissheit mitnehmen, wertvolle Informationen zu gesellschaftlich relevanten Themen erhalten zu haben. Darüber hinaus wollen wir die Arbeit unseres Netzwerkes bekannt machen und weitere Unterstützer gewinnen“, so Matthias Pätzold, Leiter der Geschäftstelle des Hamburger Netzwerks Grundeinkommen. „Dadurch, dass sich namhafte Vertreter aus dem öffentlichen Leben so zahlreich hier in Hamburg einfinden, hoffen wir, dass das bedingungslose Grundeinkommen weiterhin an Bekanntheit gewinnen wird.“

Neben verschiedenen Gesprächsformen wie Hearing, Jamsession, Fishbowl und OpenSpace wird die  Veranstaltung auch kulturell und künstlerisch anspruchsvoll begleitet. Unter anderem von der UKW-Band von Ulrich Kodjo Wendt, die über ihre Kompositionen für Fatih Akins Filme bekannt wurden, als auch von den Duos „Marie Claire“ und Wieman/Wendt. Am Samstagabend startet die Offene Bühne „Kunst gegen Bares“ und zum krönenden Schluss legt Wladimir Kaminer seine „Russendisko“ auf.

Die Pressemitteilung inklusive Veranstaltungsprogramm, Kartenvorverkauf und Gäste-Profile als PDF: Gespräche über Morgen.

Auch über weitere Spenden freuen wir uns – Näheres hierzu auf www.grundeinkommen-hamburg.de

Netzwerk Grundeinkommen Hamburg startet Kampagne

In drei Tagen beginnt die Sommer-Krönungsaktion bei uns in der Hansestadt! Als ehrenamtliche Mitarbeiterin für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit nehme ich den Kontakt zu den Medien auf und verbreite unsere Presse-Info hierzu. Natürlich gehört das auch unbedingt in meinen Blog:

Zehntausend Kronen für zehntausend Hamburger_innen!

Hamburger Netzwerk Grundeinkommen startet Krönungswelle.

Mit der Aktion „Du bist Dein eigener König!“ startet das Netzwerk Grundeinkommen in ganz Hamburg eine Aufklärungskampagne.

Die dreimonatige Krönungs-Aktion lädt die Hamburger_innen dazu ein, sich mit der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens vertraut zu machen und informiert über die Arbeit des Netzwerks. Zugleich leitet sie die GESPRÄCHE ÜBER MORGEN ein: Die Auftaktveranstaltung und das Festival der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN finden auf Kampnagel statt. Unter anderem mit dabei: der Unternehmer Götz W. Werner, der Schriftsteller Wladimir Kaminer und die Bundestagsabgeordnete Katja Kipping.

10.000 Kronen, 35 Standorte und 100 Helfer: In Hamburg setzt sich die Krönungswelle fort, die ihren Anfang in einem Film fand. Die Schweizer Daniel Häni und Enno Schmidt, die Regisseure von „Grundeinkommen – ein Kulturimpuls“, setzten Passanten mit goldenen Kronen auf den Häuptern in Szene. Und etablierten damit einen symbolischen Akt für ein simples – aber signifikantes – Verständnis von Demokratie, der seither ein fester Bestandteil der öffentlichen Aktivitäten von Grundeinkommensbefürwortern ist.

Die Aktion beginnt am 08. Juli auf dem Gelände der Hamburger Universität/Allende-Platz und endet am 18. September 2010. Den gesamten Sommer über werden Hamburger Bürger_innen in ihren Stadtteilen gekrönt. Das Motto lautet: Wenn jeder sein eigener König ist, muss keiner der König des anderen sein.

Mit der Krönungsaktion möchte das Hamburger Netzwerk Grundeinkommen mit möglichst vielen Menschen über die Chancen eines bedingungslosen Grundeinkommens ins Gespräch kommen: „Wer nicht muss, kann vieles. Da die Vollzeit-Stelle auf Lebenszeit zunehmend zu einem Privileg wird, brauchen wir eine neue soziale Sicherung, um unternehmerische Initiative, Familienarbeit und gesellschaftliches Engagement zu ermöglichen“, so Sven Prien- Ribcke, Sprecher des Hamburger Netzwerks Grundeinkommen.

Das Netzwerk ist eine pluralistische Bewegung: Die Befürworter kommen aus allen Schichten der Hamburger Bevölkerung und sehen sich nicht als Blumen bindende Friedenskinder, sondern als Realisten und Visionäre zugleich: Hier finden sich Berufstätige neben Studenten, Ruheständler, Unternehmer und (Lebens)Künstler, die verschiedener nicht sein können. Bei aller Vielfalt überzeugt die Netzwerker der Gedanke, dass die Zeit dafür reif ist, einen Epochenschritt hin zu mehr ökonomischer Vernunft und besseren Lebenschancen zu gehen.

Im Rahmen der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN wagen viele wache Köpfe der Republik den Blick auf die Gesellschaft der Zukunft. Wir freuen uns u.a. auf: Amelie Deuflhard, Wolfgang Engler, Adrienne Goehler, Daniel Häni, Thomas Huth, Reinhard Kahl, Wladimir Kaminer, Ska Keller, Katja Kipping, Sascha Liebermann, Sven Prien-Ribcke, Christian Rickens, Dorothée Schulte- Basta, Wolfgang Strengmann-Kuhn, Götz W. Werner und Susanne Wiest.

Jam-Sessions, interessante Video-Clips, Chat-Räume, „Kunst gegen Bares“, Life-Musik, Open- Spaces, Kulinarisches und vieles mehr stehen auf dem Programm der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN.

Presse-Information zum download

We are Family!

BildquelleWas ist Familie?

Die meisten Menschen verstehen darunter das Konstrukt  „Mutter, Vater, Kind(er)“. Die Familie funktioniert in der Wirtschaftsmatrix als Zelle, die sich den Gegebenheiten des Marktes angepasst hat bzw. anpassen musste. Menschen, die beschließen, eine Familie zu gründen, machen dies häufig von ihrer finanziellen Situation abhängig. Aussagen wie „Kinder muss man sich leisten können“ oder „Ich will erst ein Kind, wenn ich genug Geld verdiene“ tragen dem Umstand Rechnung, dass die Familie innerhalb des Systems eine „Wirtschaftszelle“ darstellt. Abgesehen von den menschlichen Bedürfnissen, die eine Familie erfüllt, ist sie gänzlich einverleibt und muss funktionieren.

Um das Funktionieren von Familie zu erleichtern, gibt es Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen/Bildungseinrichtungen, Vereine und vieles mehr, die aus unseren Kindern anständige Bürger machen sollen.

Die Mikrozelle „Eltern“ ist von den Aufgaben Bildung und Kompetenzvermittlung weitestgehend freigestellt, da sie den größten Teil des Tages mit Arbeiten beschäftigt ist.

Eltern und Kinder trennen sich bereits im frühen Kleinkindalter, um die Wirtschaftsmatrix zu bedienen. Die Fähigkeiten, die in einem so komplexen System wie dem gegenwärtigen benötigt werden, scheinen Eltern allein ihren Kindern nicht vermitteln zu können. Und so sieht man die scheinbare Notwendigkeit ein, dass wir externe Bildungs- und Erziehungsstätten brauchen, um der Komplexität gerecht zu werden. Was soweit seinen nachvollziehbaren Sinn hat. Denn die Kompetenzen und Fähigkeiten, die Mutter und Vater mitbringen, sind für die Erziehung und Bildung ihres Nachwuchses in der Tat nicht ausreichend.

Ändern wir nun die Begebenheiten. Und definieren Familie neu. Weiterlesen

Videobeitrag „Eine Welt ohne Geld“

Unten ein Video-Beitrag meines Artikels „Eine Welt ohne Geld“. Zustande gekommen ist er, nachdem ein Leser meines Blogs die Idee hatte, das Ganze in eine andere Form zu gießen: in Bild und Ton. Er fragte mich also, ob er meinen Text dafür verwenden dürfe, um ihn bei youtube zu platzieren.

Nachdem wir uns einige Male hin- und herschrieben, machte er sich an die mehrstündige Arbeit. Insgesamt finde ich diese Form des Zusammenarbeitens ziemlich spannend.

Das Ergebnis überraschte mich insofern, als dass ich mir vorher schwer vorstellen konnte, wie eine mir fremde Stimme wohl den Inhalt vertonen würde. Dabei fällt mir auf, dass der Ton tatsächlich die Musik macht und man textliche Botschaften auf unzählige Arten bildlich und audiomäßig übersetzen kann.

Auf diesem Weg möchte ich mich noch einmal bedanken und füge den ersten Teil des Films hier ein. Die beiden anderen Teile sind dann direkt bei youtube zu finden:

Das Haus Grundeinkommen

Gründungsgedanken

Aufklärungsarbeit ist eine Sache, die auch von Geld lebt. Je umfangreicher die Aufklärung betrieben wird, umso größer sind die Kosten, die dadurch anfallen.

Beispiel Hamburg: Wir planen im Herbst eine größere Veranstaltung mit dem Namen „Gespräche über morgen“. Auf dem Veranstaltungsgelände von Kampnagel werden wir Podiumsdiskussionen abhalten, drumherum gibt es Kunst und Kultur, viele freiwillige Helfer und das Organisationskommitee sowie Menschen des öffentlichen Lebens beteiligen sich aktiv am Gelingen der Veranstaltung. Die Räume werden gemietet, die Künstler erhalten einen Obulus, Getränke und Speisen, Mobiliar: all das muss gestellt werden. All das kostet Geld. Nicht nur, dass das geladene Publikum etwas davon haben wird, auch die Beteiligten leben und erfahren in ihrem Tun einen Sinn und sind Teil eines gemeinschaftlichen und kulturellen Schaffensprozesses, der sich ohne die Idee Grundeinkommen nicht vollziehen würde. Wo aber findet man uns danach? Dazu später mehr.

Wie wird das alles finanziert?

Durch Spenden. Jeder, der schon mal in seinem Leben einer guten Sache diente, weiß, dass das „Eintreiben“ von Spenden eine mühsame Angelegenheit ist. Fast noch leichter ist es, Menschen zum Anpacken zu motivieren, als dass sie ihr Geld geben. Eine Spende verschafft nur bedingt Zufriedenheit, weil das gespendete Geld allein nichts mit einer eigentlichen Handlung im realen Leben zu tun hat. Daueraufträge oder regelmäßiges Spenden – ohne dass der Spender ein mehr oder weniger Aktiver ist – schließt sich in vielen Fällen aus. Weiterlesen

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