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	<title>welcome the future</title>
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		<title>Arbeiten für den Konsum</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 07:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist Arbeit? Diese Frage wurde hier bereits häufiger besprochen. In der BGE-Debatte ist sie ein zentraler Bestandtteil und wird immer wieder aufgerollt. Dazu ein Auszug aus der Arbeit von Robert Pawelke-Klaer- &#8222;Das unbedingte Grundeinkommen&#8220; (Pawelke@marktlehre.de): &#8222;Keine Almosen zu empfangen, sondern etwas geben zu können, sich seinen Lebensunterhalt im wahrsten Sinne des Wortes zu verdienen, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1090&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Was ist Arbeit?</h2>
<p>Diese Frage wurde hier bereits häufiger besprochen. In der BGE-Debatte ist sie ein zentraler Bestandtteil und wird immer wieder aufgerollt.</p>
<p>Dazu ein Auszug aus der Arbeit von Robert Pawelke-Klaer- &#8222;Das unbedingte Grundeinkommen&#8220; (Pawelke@marktlehre.de):</p>
<p><em>&#8222;Keine Almosen zu empfangen, sondern etwas geben zu können, sich seinen Lebensunterhalt im wahrsten Sinne des Wortes zu verdienen, das ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen. Der „träge und faule Mensch“ hingegen ist lediglich eine Erfindung des<br />
Kapitalismus. <strong>Das Menschenbild vom „faulen Menschen“ ist der Zwillingsbruder des homo oeconomicus, der nicht genug kriegen kann</strong>. Sinnlos viel tun, heißt noch lange nicht, fleißig zu sein. Dem Wunsch „bedingungslos“ geben zu können, würde ein „bedingungsloses“ Grundeinkommen entgegenkommen, nicht ohne Versuchungen. Allerdings würde dies den Kapitalismus aushebeln, der von der Vorstellung lebt, man müsse den Menschen zwingen, zu geben (zu arbeiten), während der Kapitalismus selber bemüht ist zu nehmen, wo immer sich eine Gelegenheit bietet, weil man von seiner Arbeit nicht reich werden kann, sondern nur indem man sie oder die Waren teuer verkauft, was nichts anderes heißt, dass der Verbraucher den Reichtum zahlt.&#8220;<span id="more-1090"></span></em></p>
<p>Innerhalb des kapitalistischen Systems ist eine alternative Definition von Arbeit kaum möglich. Zudem hat es immer damit zu tun, dass Arbeit etwas zu sein scheint, dass der Einzelne als Gegenleistung in die Gemeinschaft hineingibt. Dabei ist die Frage zu stellen, wie man denn &#8222;Gemeinschaft&#8220; versteht.</p>
<p>Menschen haben in Bezug auf ihre Arbeit eine unterschiedliche Einstellung. Wenige identifizieren sich vollständig mit ihr, der größte Teil sieht in der Arbeit ein Mittel zum Zweck (welchem Zweck?) und der Rest findet überhaupt keine Identifikation.</p>
<p>Gemeinschaft wird immer dann als real empfunden, wenn diese etwas mit einem selbst zu tun hat. Ansonsten bleibt die Gemeinschaft eine von mir entfernte, relativ anonyme Masse von Menschen. Meine Bereitschaft, etwas für diese Gemeinschaft zu tun, steht und fällt damit, wie wertvoll ich mich darin fühle, wie viel Anerkennung man mir gibt und was ich ganz konkret in ihr bewirken kann. Geht mein Einfluss gegen Null, empfinde ich dieser Gemeinschaft gegenüber keine Verpflichtung mehr. Das bedeutet, dass das Gemeinschaftsgefühl, das über die Arbeit entsteht, dieser einen Sinn verleiht.</p>
<p>Fehlt dieser Sinn, kann ich mich mit dem, was in meiner Firma produziert oder geleistet wird, nicht anfreunden, liegt das meistens nicht am Unternehmen, sondern an mir. Indem ich die falsche Wahl hinsichtlich eines Arbeitsplatzes traf. Das bedeutet, dass die persönliche Neigung bei der Berufswahl zwar zugunsten rein wirtschaftlicher Kriterien außer Acht gelassen werden kann. Doch langfristig macht mir meine persönliche Einstellung hier einen Strich durch die Rechnung. Ob ich will oder nicht: Ich fange an, meine Arbeit weniger zu schätzen, mich ihr nur mit halbem Herzen zu widmen und nur so viel zu tun, wie nötig ist. Mein Potenzial schöpfe ich dabei nicht aus. Vorgesetzte und Kollegen bleiben immer ein Stück weit auf Distanz. Da ich den größten Teil meiner Zeit in dieser sub-optimalen Gemeinschaft verbringe, liegt es nun an mir, den Gemeinschaftssinn irgendwo anders zu suchen. Außerhalb der Unternehmens-Spähre &#8211; wenn es innerhalb nicht klappt.  Wie vielen Menschen gelingt das?</p>
<p>Ohne die Statistik heranzuziehen, scheint klar zu sein, dass das Gros der arbeitenden Bevölkerung sich wenig bis gar nicht mit ihrem Job identifizieren kann. Zudem ist es für viele nur eine Schutzbehauptung, ihre Arbeit als sinnstiftend zu bezeichnen. Um mit der eigenen Lebenslüge besser klar zu kommen. Selbst unerträgliche Arbeit, die deshalb so empfunden wird, weil ein Vorgesetzter uns zu arg zusetzt und man die Arbeit kaum noch aushält, führt nicht unbedingt dazu, dass einer die Branche wechselt. Er identifiziert seine Unzufriedenheit über Kollegen, den Abteilungsleiter oder den Inhaber. Der Schritt, den eigentlichen Sinn der Arbeit zu hinterfragen und sich damit intensiv auseinanderzusetzen, wird häufig erst gar nicht unternommen. Neuer Job, neues Glück.</p>
<p>Glücklicherweise wächst die Kritikfähigkeit mit zunehmendem Alter. Häufig wird die Sinnfrage in der Lebensmitte gestellt. Die Bereitschaft, sich bedingungslos anzupassen und die eigene Meinung and Weltanschauung daheim zu lassen, wird kleiner, je weniger einer bereit ist, dabei mitzuwirken, dass ein Unternehmen sinnlose Produkte herstellt. Ein Industrie-Designer etwa, dem daran gelegen ist, umweltfreundliche Verpackungen zu entwickeln, mag einer resistenten Unternehmensleitung den Rücken kehren, wenn seine Vorschläge permanent missachtet werden. Wenn deutlich wird, dass eine Firma allein auf Gewinnmaximierung konzentriert ist und Umweltfragen mit Aussagen, wie &#8222;zu teuer&#8220; abtut.</p>
<p>Es gibt zahllose solcher Beispiele. Den Menschen Abgestumpftheit und Dummheit zu unterstellen, ist leicht. Doch so dumm sind die meisten gar nicht. Prinzipiell wissen wir doch alle, wo der Schuh drückt. Eine Arbeit zu tun, die sowohl schädliche Auswirkungen auf die Umwelt hat, genau wie eine Arbeit, die permanent menschliche Bedürfnisse missachtet, richtet Schaden an. Das Ergebnis sind einerseits Müllberge, ein ausufernder Konsum und andererseits Menschen, die darunter leiden, dass man sich ihnen nicht in der gebotenen Fürsorge nähern kann. Tragisch wird es, wenn sich ein Arbeitnehmer soweit in sein Schicksal gefügt hat, dass er zwar den Missstand sieht, sich aber nicht mehr dagegen wehrt.</p>
<p>Die Gründe liegen auf der Hand: Es fehlt die Gewissheit, dass es anderswo besser sein könnte. Es fehlt der Mut, Arbeitslosigkeit zu riskieren. Es fehlt die distanzlose Gemeinschaft.</p>
<p>Es wundert nicht, dass andererseits die begehrtesten Jobs diejenigen sind, die kein oder kaum Geld einbringen. Theoretisch jedenfalls. Eine Arbeit, die keinen unmittelbaren monetären Nutzen nach sich zieht, ist genau die, die uns am stärksten befriedigt. Oder warum wollen so viele in der nicht subventionierten Kulturarbeit tätig sein? Weshalb gibt es noch immer Verrückte, die Kinder zeugen? Warum sprechen sich Menschen dafür aus, in sozialen Einrichtungen ehrenamtlich zu arbeiten oder für die eigene Familie da zu sein? Die Sehnsucht, sich der Gemeinschaft nahe zu fühlen, ist stark. Der äußerliche Druck, den Umsatz steigern bzw. produktiv im kapitalistischen Sinn sein zu müssen, ist nicht nur belastend, sondern steht häufig im Widerspruch zur eigenen Berufsethik. Viele wollen sich diesem Druck nicht wirklich beugen, tun es aber notgedrungen in Ermangelung echter Alternativen.</p>
<p>Viel zu oft ignoriert man das Bedürfnis zugunsten einer gut bezahlten Arbeit, weil man gewisse Verpflichungen habe. Diese Verpflichtungen heißen häufig Darlehen aufs Haus, Ratenkredit fürs Auto, Markenkleidung, neueste Technik, Fernreisen. Mit wie viel Bedacht werden diese Entscheidungen getroffen? Und vor allem: mit wie viel eigenem, vorhandenen Kapital? Unser so heiß geliebter Besitz bleibt in den meisten Fällen einfach nur ein Pfand, den wir der Bank abtreten, sobald das Einkommen einbricht oder noch schlimmer: sich Ehegatten voneinander trennen.  Die größte Verpflichtung, die ein derartiger Lebensstandart mit sich bringt, besteht nicht den Menschen gegenüber, mit denen wir die vielen schönen Dinge teilen wollen. Was wir uns damit auferlegen, ist eine lebenslange Haft, um das, was wir uns gepumpt haben, wieder zurück zu zahlen. Damit ist klar, welchen Stellenwert die Arbeit in solchen Fällen einnimmt. Da geht es dann nicht mehr um so idealistische Wünsche wie, dass mir der Job Freude machen muss und ich meine Seele behalten darf.</p>
<p>Auf die Frage hin, was man denn tun solle, auch und gerade, wenn es um die Kinder und die Familie geht, spielt man schnell den Ratlosen. Das Haus verkaufen? Auf kleinerem Fuß leben? In der Tat wäre es klüger gewesen, sich über ganz grundsätzliche Fragen der eigenen Existenz klar zu werden, bevor man sich verführen ließ. Auch das ist eine Option: Haus und Auto verkaufen, weniger konsumieren und darum weniger arbeiten. Wer behauptet, dass das nicht geht, irrt. Wie bei allem ist es eine Frage des Wollens. Schließlich hat man sich doch auch willentlich dafür entschieden, viel zu arbeiten und viel zu konsumieren.</p>
<p>Das Problem, das wir gegenwärtig mit Arbeit haben, ist, dass wir unsere Lebensentscheidungen allein an ihr ausrichten. Wir ziehen dorthin, wo es Arbeit gibt (Ballungszentren). Auch die Familiengründung hängt davon ab. Um die Arbeit herum organisieren wir unsere Kinder, unsere Eltern, unsere Freunde und Bekannte. Um die Arbeit herum organisieren wir unseren Urlaub und unsere Freizeitaktivitäten. Die Arbeit steht dabei stets im Zentrum und ist doch nichts, was uns als Ganzes ausmacht. Denn außerhalb der täglichen acht Stunden wollen wir es uns erlauben, jemand anderes zu sein als Kaufmann, Entwickler, Berater oder Techniker. Die Arbeit, sie gehört in Wirklichkeit gar nicht recht zu uns, wenn wir nicht zu ihr gehören wollen. Doch gerade in der Vermischung des Beruflichen mit dem Privaten liegt doch auch der Reiz. Wie kann Arbeit glücklich machen, wenn wir sie strikt von unserer Persönlichkeit trennen?</p>
<p>Derjenige, der eine Trennung von Job und Privatleben praktiziert, vermittelt bereits eine wichtige Botschaft. Wer nach Feierabend nicht mehr über die Arbeit sprechen will, jedoch nicht aufhören kann, über sie nachzudenken, wer in seinen Kollegen keine Freunde ausmachen kann, wer notgedrungen bei der Weihnachtsfeier Spaß demonstriert, der hat doch lange gekündigt.</p>
<p>Menschen, die ewig davon reden, dass das Leben und die Arbeit kein Wunschkonzert seien, wünschen sich häufig selbst am sehnlichsten, das wäre endlich mal der Fall. Ein Hauptargument gegen die Selbstverwirklichung lautet: &#8222;Wenn alle so dächten und handelten, bräche ja die gesamte Wirtschaft zusammen.&#8220; Als würde irgendeine höhere Macht im Hinterzimmer einen Schalter umlegen und alle Menschen sich wie gleich geschaltete Roboter benehmen. Fragt sich außerdem, was momentan eigentlich alles zusammenbricht.</p>
<p>Woran sollte sich die Wirtschaft einer Gesellschaft koppeln? Richtig: Daran, dass wir die Natur erhalten, unseren Lebensraum, die existenziellen Dinge wie Wasser und Lebensmittel nicht verschwenden und überkonsumieren. Das menschliche Gewissens sieht grundsätzlich ein, dass die Zerstörung von Natur und Gemeinwesen zwangsläufig Übles zur Folge hat. So massiv wir es auch unterdrücken, bricht es sich immer dann Bahn, wenn wir nicht an uns selbst, sondern an unsere Nachkommen denken.</p>
<h3>Ist der Leib gesättigt, darf sich der Geist austoben</h3>
<p>Der Reichtum der Industrienationen und die dadurch entstandene Fremdversorgung ist gleichzeitig dafür verantwortlich, dass der Mensch an sich es nicht mehr nötig hat, sich allein auf seine existenziellen Bedürfnisse zu konzentrieren. Er hat eine gigantische Spielwiese für sich erschlossen- eine unzureichende Sinnbeschaffungsmaschinerie hervorgebracht. Die viele frei gewordene Zeit abseits der Ernährungs- und Überlebensfragen, abseits von Spiritualität mündete schlicht in Langeweile. Getarnt ist diese Langweile damit, dass der Forscher und Entwickler vorgibt bzw. glaubt, allein zum Wohl der Menschheit zu handeln. Dabei ging und geht es darum, bloße Neugier zu befriedigen, es geht um den Kick und den Wettbewerb. Wer hat&#8217;s zuerst erfunden? Wer kann schneller, weiter, höher? Wandet sich dann der so Eifrige in das Mäntelchen der Wissenschaft, könnten ihm Ehre und Ruhm winken. Er meint, die Sinnfrage endlich gelöst zu haben.</p>
<p>Es wäre interessant zu fragen, was einer täte, dem weder Tantiemen, noch Reichtum, noch Ruhm als Ergebnis seiner Arbeit winkten? <strong>Was ist die wahre, eigentliche Motivation für Arbeit?</strong></p>
<p>Indem der Mensch sich seine Existenz allein darin begründet, eine materielle Welt zu erschaffen, hat er unterwegs vergessen, dass er ein Teil des Planeten Erde ist. Kein Wunder, dass uns allen so nach Abwechslung verlangt. In der Tat, es ist zutiefst langweilig, eine Arbeit zu tun, die uns nicht im geringsten erfüllt.</p>
<p>Wohin bringt einen solch ein Denken? Tatsächlich führt es dazu, vieles, wenn nicht gar alles in Frage zu stellen. Wozu das gut sein soll, fragen diejenigen, die am besten gar nichts hinterfragen wollen und auf Weitermachen plädieren. Ob man nun die ganze Welt umkrempeln wolle und wie das bitte gehen soll? Ja, es ist ziemlich umständlich, lästig und häufig löst es trübe Gedanken, wenn nicht gar Depressionen aus, wenn man erstmal anfängt, Fragen zu stellen.</p>
<p>Interessant wäre es dennoch, herauszufinden, welche Maßnahmen der Einzelne ergreifen kann, um dem Teufelskreis von Konsum und Schulden zu entsagen. Mit dem Ziel, ein paar Dinge auszumisten.  Eines steht zweifelsfrei fest: Mit weniger können wir alle auskommen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1090/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1090&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Sie haben Post!</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 11:20:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
				<category><![CDATA[System]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Frankfurt, den 01. Oktober 2010 Aktenzeichen XY, No. 40.385 Sehr geehrter Versicherter, leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Prüfung Ihres Falls ergeben hat, dass die Bedingungen nach Paragraph 123, Abs. 1, Abschn. 3 nicht erfüllt wurden.  Bedauerlicherweise sind die Anspruchsvoraussetzungen für die Inspruchnahme Ihres am 12.04.1986 abgeschlossenen Rechtshaftschutzpräventionsvorsorgefonds nicht in allen Teilen von Ihnen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1081&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:right;"><em>Frankfurt, den 01. Oktober 2010</em></p>
<p style="text-align:left;"><strong><em>Aktenzeichen XY</em></strong>,<strong><em> No. 40.385</em></strong></p>
<p><em>Sehr geehrter Versicherter, </em></p>
<p><em>leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Prüfung Ihres Falls ergeben hat, dass die Bedingungen nach Paragraph 123, Abs. 1, Abschn. 3 nicht erfüllt wurden.  Bedauerlicherweise sind die Anspruchsvoraussetzungen für die Inspruchnahme Ihres am 12.04.1986 abgeschlossenen Rechtshaftschutzpräventionsvorsorgefonds nicht in allen Teilen von Ihnen erbracht. Aus diesem Grund können wir keine Geldleistung gewähren. Bitte haben Sie Verständnis für diese Entscheidung und nehmen Sie Abstand von weiteren Versuchen, unsere Leistungen beanspruchen zu wollen. </em></p>
<p><em>Als Zeichen unseres guten Willens jedoch und aus Gründen der Aufklärung, genau wie aufgrund der von uns permanent durchgeführten Trendforschung und den daraus resultierenden Ergebnissen kamen wir zu dem Schluss, dass eine offene und ehrliche Kommunikation gegenwärtig hoch im Kurs steht. Tage der offenen Tür und unsere Beteiligung innerhalb der lokalen Strukturen, genau wie unser Engagement für den Erhalt des tropischen Regenwaldes motivieren uns darüber hinaus, offen zu sein: Es erstaunt uns, dass Sie wirklich glauben, sich gegen Feuer, Wasser, Blech- und Sachschaden sowie Tod, Krankheit, Alter und Verwahrlosung, gegen Einsamkeit und Arbeitslosigkeit, gegen Diebstahl und Demütigung, gegen Falschheit und Betrug, gegen kosmetische und medizinische Irrtümer, gegen Schmerzen und Leid, gegen Mittellosigkeit und fehlende Freundschaft absichern zu können. </em></p>
<p><em>Es steht Ihnen jederzeit frei, diesen Vertrag zu kündigen und sich fortan selbst um Ihre Belange zu kümmern. Wir geben Ihnen die einmalige Chance, die Verantwortung für Ihren Leib, Ihre geistige Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen sowie Ihrer Besitztümer zu übernehmen. </em></p>
<p><em>Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die uns entstandenen Kosten in Verbindung mit dem Vertragsabschluss und der zu erhaltendenden Infrastruktur unseres Unternehmens im Falle Ihrer Kündigung nicht in die Rückerstattung Ihrer Versicherungsbeiträge münden können. Die derzeitige Finanzkrise hat zudem unsere nicht vorhandenen Rücklagen vernichtet. Da wir ohnehin nur im Falle des Eintritts eines Riskos haften, weisen wir darauf hin, dass wir stets bemüht sind, diesen Eintritt niemals stattfinden zu lassen. Damit dienen wir dem Gemeinwohl der gesamten Versicherungsgemeinschaft. </em></p>
<p><em>Es grüßt Sie hochachtungsvoll</em></p>
<p><em>Ihre Versicherung<br />
</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1081/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1081&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Häni, der Impulsgeber</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 14:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Häni]]></category>
		<category><![CDATA[Frühstück in Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräche über morgen]]></category>
		<category><![CDATA[Kamnagel]]></category>

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		<description><![CDATA[Bedingungsloses Grundeinkommen &#8211; schon die Auseinandersetzung bewirkt Veränderung Am Freitag, nach der Auftaktveranstaltung der &#8222;Gespräche über Morgen&#8222;, ging ich zum gemeinsamen Frühstück mit Daniel Häni bei &#8222;Signs und Pictures&#8222;. Häni, Schweizer Unternehmer und Produzent des Films &#8222;Grundeinkommen &#8211; ein Kulurimpuls&#8220; war am 23. September 2010 Gast auf dem Podium auf Kamnagel. Und wollte noch mehr: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1062&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Bedingungsloses Grundeinkommen &#8211; schon die Auseinandersetzung bewirkt Veränderung</h2>
<p>Am Freitag, nach der Auftaktveranstaltung der &#8222;<a href="http://www.gespraeche-ueber-morgen.de/" target="_blank">Gespräche über Morgen</a>&#8222;, ging ich zum gemeinsamen Frühstück mit <a href="http://www.initiative-grundeinkommen.ch" target="_blank">Daniel Häni</a> bei &#8222;<a href="http://www.signs-pictures.de/" target="_blank">Signs und Pictures</a>&#8222;. Häni, Schweizer Unternehmer und Produzent des Films &#8222;Grundeinkommen &#8211; ein Kulurimpuls&#8220; war am 23. September 2010 Gast auf dem Podium auf <a href="http://www.kampnagel.de/index.php?page=detail&amp;cluster=586856" target="_blank">Kamnagel.</a> Und wollte noch mehr: sich ganz privat mit den Leuten aus Hamburg übers Grundeinkommen unterhalten. Geschichten aus dem Leben hören. Fragen stellen. Er ist ein Sammler. Er sammelt Schicksale. Nicht, um über sie zu richten, sondern um weiterhin für die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens zu werben. Denn die Theorie darüber, was alles in der Zukunft werden könnte, hätten wir nur schon ein BGE, hat sich längst praktisch in der Gegenwart breit gemacht.<span id="more-1062"></span></p>
<p>Ihm scheint es so zu gehen, wie vielen von uns, die für ein BGE sind. Unterwegs passiert bereits etwas. Ohne, dass es einem sofort bewusst wird, ändert sich nach und nach die eigene Haltung. Es ändert sich das Denken. Irgendwann schaut man auf sich und stellt fest: Ich habe mich bereits von einigem unnötigen Ballast befreit. Ich tu mal so, als gäbe es schon das BGE. Wie das? Schon jetzt, ohne, dass ein BGE auch nur in greifbare Nähe gerückt ist, geht Veränderung vor. So Infizierte betrachten ihre Arbeit als etwas, das sie selbst in der Hand haben. Finanzielle Unabhängigkeit ist dann keine Möhre mehr, nach der man noch die letzten fünfzehn Jahre dressurartig schnappen wollte. Aussteigen scheint tatsächlich eine Option zu werden. Gibt es noch eine andere Form von Unabhängigkeit als die monetäre? Klar gibt es die. Indem ich nur so viel zum Leben verbrauche, wie ich wirklich benötige.</p>
<p>Indem ich dem Geld weniger Bedeutung zuschreibe, als es in Wahrheit hat. Warum sonst singen, schreiben und malen so viele Künstler ein und das selbe Thema: Den Menschen? Bin ich einmal alt, kommt es drauf an, wer dann (noch) bei mir ist. <strong>Geld verführt nämlich zur Arroganz</strong>. Wer finanziell ausgesorgt hat, denkt, er braucht zwischenmenschlich nichts mehr zu &#8222;leisten&#8220;. Der beruhigt sich damit, dass er die spätere Altersresidenz bezahlen können wird. Und wo treten die Familie, Kinder, Freunde, wo der Partner in Erscheinung?</p>
<p>Wie heißt es doch so schön banal, darum aber nicht weniger wahr: &#8222;Mit Geld kannst du keine Liebe kaufen?&#8220; Wem das zu platt ist, dem sei gesagt: Noch platter ist es, sich auf die Moneten zu verlassen. Ist es nicht so, dass Krankheit einen erkennen lässt, wer die wahren Freunde sind? Nämlich solche, die sich nicht als empathische Versager und Verdränger auszeichnen, sondern die, die den Schmerz, den Kummer und die Unsicherheit ihn Nahestehender aushalten können. Die dich jeden Tag im Krankenhaus besuchen und sich nicht damit rausreden, sie würden die Krankenhausatmosphäre nicht ertragen. Die dich in einer schwierigen Phase begleiten. Dir als alten Menschen Wohnen unter einem Dach anbieten. Ohne dir die ollen Verfehlungen aus der Vergangenheit noch mit Vierzig unter die Nase zu reiben. Das lernt man in der Lebensschule. Immer dann, wenn man bereit ist, sich selbst in der gleichen Situation vorstellen zu können. Immer dann, wenn man selbst kein Kind mehr und Willens ist, Verantwortung zu tragen.</p>
<p>Denn eines ist sicher: Jeder von uns wird einmal alt. Und jeder von uns kann damit rechnen, nicht ewig gesund zu bleiben. <strong>Da muss man doch vorsorgen! </strong>Aber nicht mit Geld. Sondern mit Freundschaft und Liebe. <strong>Ja, Liebe.</strong> Manche hören solche Worte nicht so gern. Komisch, eigentlich. Romantisch verklärter Unsinn? Ach ja?</p>
<p>Zur Liebe sei noch etwas gesagt: Auch die muss man sich leisten können. Genau wie Zusammenhalt und Kameraderie. Wer die &#8222;Netzwerkpflege&#8220; noch im realen Raum und nicht bei Xing &amp; Co allein betreibt, dem wird auffallen, dass Beziehungspflege Zeit und Engagement beansprucht. Menschen, die jeden Tag acht oder mehr Stunden ausschließlich mit ihrem- womöglich ungeliebten &#8211; Job verheiratet sind und nichts, aber auch gar nichts an die persönliche Gemeinschaft zurückgeben, werden es auch nicht schaffen, mit &#8222;180 Freunden&#8220; bei facebook zu punkten. Die sitzen dann mit siebzig oder achtzig in ihrem Highclass-Pflegeheim und heulen sich die Seele aus dem Leib, weil kein Schwein, kein bekanntes Gesicht, nicht mal die gut geratenen Enkel sie besuchen kommen. Wem das egal ist: Viel Spaß.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1062/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1062&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Caution! Wet floor!</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 08:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Hygiene]]></category>
		<category><![CDATA[Müll]]></category>
		<category><![CDATA[Perfektion]]></category>
		<category><![CDATA[Sauberkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Gibt es im Sudan eigentlich Sagrotan? Und ist es nicht in Bahrain porentief rein? Sind nicht in München die Bürgersteige wie geleckt? Und haben nicht alle Bahnhöfe Bezahlklos mit rotierenden Überziehern? Wird die Wäsche nicht schon bei vierzig Grad supersauber? Ist es nicht hübsch, wie sich das Dreirad vom Kleinen nahtlos ins Habitat-Wohn-Ambiente einpasst? Das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1052&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color:#808000;"></p>
<div id="attachment_1059" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://cari373.wordpress.com/2010/03/07/icons-index-and-symbols/"><img class="size-medium wp-image-1059" title="wet-floor-sign-floor" src="http://bedingungslosesgrundeinkommen.files.wordpress.com/2010/09/wet-floor-sign-floor.jpg?w=199&#038;h=300" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: Grafik anklicken</p></div>
<p>Gibt es im Sudan eigentlich Sagrotan? </span></h2>
<p>Und ist es nicht in Bahrain porentief rein? Sind nicht in München die Bürgersteige wie geleckt? Und haben nicht alle Bahnhöfe Bezahlklos mit rotierenden Überziehern? Wird die Wäsche nicht schon bei vierzig Grad supersauber?</p>
<p>Ist es nicht hübsch, wie sich das Dreirad vom Kleinen nahtlos ins Habitat-Wohn-Ambiente einpasst? Das Frühstück nehmen wir im Schneidersitz auf  antibakteriellen Pitchpine-Fußböden ein. Vorher reinigen sich noch alle rituell die Hände mit Feuchttüchern. Die Küche sieht aus, als wäre sie nie benutzt worden. Doch das täuscht. Man weiß heutzutage einfach, wie systemisches Kochen funktioniert.</p>
<p>Während wir genau wissen, wo die Keime auf uns &#8222;lauern&#8220;, Ärzte ihr Privileg auf Mundschutz aufgegeben haben, wir Räume mit Schuhüberziehern betreten, Leuten zunicken, die sich beim Öffnen einer Tür nicht mehr länger schämen, wenn sie einen Ärmel über die Finger ziehen, Kinder ins Krankenhaus bringen, weil sie sich Erde in den Mund steckten, unsere Wohnungen und uns selbst sterilisieren, ist es doch nie genug. Niemals sauber. Schließlich haben wir nachgeguckt. Dem Schmutz sind wir auf die Schliche gekommen. Er macht sich winzig klein, so klein, dass wir ihn erst unterm Mikroskop entdecken konnten. Gefunden haben wir ihn schließlich doch! Hygienische Sicherheit ist wichtig. Sehr sogar. Extrem bedeutsam. Es geht um die Gesundheit unserer Kinder, es geht um die Weltgesundheit.</p>
<p>Gott sei Dank gibt es Cilit big boom bang! Multifettwegmacher, Schimmelwimmelvernichter, Milbentöter, Kotkratzbürsten, Gasmasken und Schutzanzüge für den Fall, dass man das Bad noch selbst putzen muss. Wir danken der Reinigungsmittelindustrie für Tenside, Biozide, und Universal-Waschmittel.  Wie man hört, boomt gerade in China das Flüssigwaschmittel. Dank sei auch ausgesprochen an die Körperpflegeindustrie, die uns nicht nur sauber macht, sondern auch gut riechen lässt.<span id="more-1052"></span></p>
<p>Sauber steuern wir ein Gatthaker an, um uns am Ende unseres Lebens schließlich politisch korrekt selbst zu entsorgen. Viele sagen heute schon: &#8222;Verbrennen ist das richtige&#8220;. Das Urnengrab ist eben platzsparend. Allein die Vorstellung, dass der sterbliche menschliche Überrest von Würmern und anderem Getier nach und nach &#8211; wenn auch sauber &#8211; abgenagt wird: igitt! Gesundheit, Sauberkeit, Fitness, Bio, alles superwichtig. Turne bis zur Urne! Immer schön reinlich, bitte. Alte Menschen stinken, kleine Babys auch, genau wie Hühner, Schweine und Ziegen. Hält noch irgendwer den Geruch der Natur aus?</p>
<p>Wir kümmern uns um perfekte Rechtschreibung und Qualitätsmanagement. Um Zertifizierungen und Gütesiegel. Das lassen wir uns gerne etwas kosten. Wir vertrauen Siegeln und Stempeln mehr als unserer Nase. Hauptsache, das Label stimmt. Die Kommunikationsbranche boomt, die Qualitätsmanager schießen wie Pilze aus dem Boden. Nie haben wir ausgefeiltere Texte verfasst, um der Welt und dem Verbraucher zu zeigen, was für Saubermänner wir doch alle sind. Die Konzepte für Nachhaltigkeit, Solidarität und Kooperation: beim Lesen wärmen sie uns das Herz. Theoretisch macht das alles Sinn. Praktisch entpuppen sich die schönen Ideen von einer sicheren und gemeinschaftlichen Welt als blutleer. Ganz besonders dort, wo am lautesten damit gewedelt wird.</p>
<p>Die Sprache spiegelt den Reinlichkeitswahnsinn. Begriffe wie &#8222;Migrant&#8220; (Ausländer), bildungsfern (ohne Schul- oder Berufsausbildung), Genozid (Völkermord), Kollateralschaden (tote Menschen), Ausschreitung (Krawall) schönen das, was dahinter steht: Betroffenheit. Drum wollen wir uns einfach weniger betroffen fühlen und meinen, dass die Ausdrucksweise das, was in Wahrheit schrecklich ist, ein bisschen weniger furchtbar sein lässt.</p>
<p>Tatsächlich wissen wir, dass unser Konsum dazu beiträgt, dass der Müll ein Problem ist. Da treibt es dann neue Blüten wie die Müllmafia, die Müll-Kontrolleure, die Elektroschrottverschiffer. Der nicht mehr benötigte Schrott von gestern &#8211; denn wir wollen schließlich neue Laptops, neue Handys, neue Navis, neue Digi-Cams, neue DVD-Player &#8211; entschwindet aus unserem Gesichtsfeld und landet irgendwo in Afrika. Ist doch toll, wenn die da drüben noch irgendwas draus basteln können. Hauptsache, hier bleibt es sauber.</p>
<p>Hauptsache, wir rutschen nicht auf gewischten Fußböden aus. Und wenn doch, dann verklagen wir einfach denjenigen, der dafür verantwortlich ist. Denjenigen, der uns nicht gesagt hat, wir sollen bitte vorsichtig gehen, weil ein feuchter Boden Rutschgefahr bedeutet. Schließlich müssen wir immer genau Bescheid wissen: Ob es irgendwo unsicher wird. Weil, wenn man uns nicht darüber informiert, können wir schließlich nichts dafür, wenn was passiert, oder?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1052/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1052&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Überangebot!</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 11:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Was ist eigentlich Armut? Arm ist hierzulande jemand, wenn er nicht genügend Geld hat, um sich zu ernähren, nicht in einer &#8222;ordentlichen&#8220; Wohnung leben und nicht an der Gesellschaft Teil haben kann. Demnach müsste das für die armen Menschen in unserer Bundesrepublik bedeuten: Es gibt nicht genug zu essen Es gibt nicht genügend Wohnraum Es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1035&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Was ist eigentlich Armut?</h3>
<p>Arm ist hierzulande jemand, wenn er nicht genügend Geld hat, um sich zu ernähren, nicht in einer &#8222;ordentlichen&#8220; Wohnung leben und nicht an der Gesellschaft Teil haben kann.</p>
<p>Demnach müsste das für die armen Menschen in unserer Bundesrepublik bedeuten:</p>
<ol>
<li>Es gibt nicht genug zu essen</li>
<li>Es gibt nicht genügend Wohnraum</li>
<li>Es gibt zu wenig Möglichkeiten, an der Gesellschaft Teil zu nehmen</li>
</ol>
<p><span id="more-1035"></span>Punkt eins: Ein zu wenig hieße, dass nicht mehr alle (Grund)nahrungsmittel in ausreichender Menge zu bekommen wären. Wir alle wissen: Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt Lebens- und Genussmittel im Überfluss. Mehr als je zuvor.</p>
<p>Punkt zwei:  Leidet unser Land an Überbevölkerung? Haben wir zu wenig Wohnraum? Oder ist der Platz eben nicht für alle gleichermaßen bezahlbar? Einen Mangel kann man an dem Punkt &#8222;Sozialer Wohnungsbau&#8220; festmachen und sagen, es gibt nicht genügend Wohnraum für Menschen, die in Armut oder an der Armutsgrenze leben. Was dennoch nichts an der Tatsache den vorhandenen Wohnungen oder Häusern ändert. Jährlich kommen neue Behausungen dazu &#8211; siehe auch Angaben <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/search/results.psml" target="_blank">Statistisches Bundesamt.</a></p>
<p>Punkt drei: Ob Kommerzgiganten wie Fußballmeisterschaften, Welt-Messen, Massenmusicals, Kleinkunst und Vereinssport. Kulturell geht einiges vor sich, egal, ob im big oder small business. Mal anspruchslos, mal besonders anspruchsvoll. Und: Kunst &amp; Kultur nur gegen harte Währung? Auch das ist nicht ganz richtig. Wer sich für das Kulturprogramm seiner Stadt oder Region interessiert, wird fündig. Zahlreiche Straßen- und Kleinkunstfeste bieten Vielfalt ohne Eintrittsgelder. Flohmärkte sommers wie winters sind nicht nur dem Konsum vorbehalten, hier treffen und lernen sich Menschen kennen. Kulturförderprogramme von Bund oder Ländern ermöglichen auch Menschen mit kleinem Geldbeutel eine Teilhabe. Open Air Feste- und Theateraufführungen im Freien oder auf bescheidenen Bühnen heben sich ab von den &#8211; meist teuren &#8211; Massenveranstaltungen. Gerade wirtschaftlich krisenhafte Zeiten haben häufig neue Trends und Kunstformen hervorgerufen. Ist das Geld knapp, will man sich umso mehr amüsieren.</p>
<h3>Von Armut kann also keine Rede sein. Die Rede muss darum den Begriff wechseln: Es ist die &#8222;Umverteilung&#8220;, um die es geht.</h3>
<p>Und doch soll nur ein Teil der Menschen etwas vom reichhaltigen Angebot haben? Schadet es etwa einer Gesellschaft, wenn tatsächlich alle Menschen sich satt essen, gemütlich wohnen, gerne ins Museum gehen und was lernen?</p>
<p>Manchmal, da bekommt man das beschämende Gefühl, dass die vielen Angebote, die sich an jeder Ecke auftun, eben nicht für alle sein sollen. Warum sonst lassen wir es zu, dass dieses in allen Teilen vorhandene Überangebot nur begrenzt zugangsfähig bleiben soll? Und warum maßen wir uns auch noch an, entscheiden zu wollen, wer es Wert ist, etwas zu bekommen oder wem etwas vorenthalten werden muss? Die schlimmste aller Urteilsformen ist jedoch diejenige, die sich moralisch entrüstet über Menschen, denen man die Kultur- und Bildungsangebote quasi schenkt und die sie dennoch nicht annehmen.</p>
<p>Gern zieht man hier das Argument der Integrationsresistenz heran, für all diejenigen, die es wagen, sich den Angeboten gegenüber gleichgültig zu zeigen. Und denen man es im Geheimen verübelt, dass sie sich diese Freiheit herausnehmen. Gut daran zu erkennen, dass man einem zwanzigjährigen jungen Mann, der seinen Hauptschulabschluss nicht geschafft hat und sich bei Bewerbungsgesprächen zu &#8222;dumm&#8220; anstellt, sein Arbeitslosengeld neidet. Wäre es nicht auch möglich, dass all die Verweigerer da draußen sich auch noch ein anderes Lebensmodell vorstellen können, als das Zähne knirschend akzeptierte allgegenwärtige?</p>
<p>Es sind die Untätigen, über die wir uns am meisten aufregen. Doch regen wir uns darüber noch nicht genug auf, dass wir die lebensverneinende Haltung, mit der täglich Millionen Lebensmittel auf den Supermarkt-Hinterhöfen entsorgt werden, einfach hinnehmen und in ihr eine Normalität sehen. Das ist der eigentliche Wahnsinn.</p>
<p>Wäre es nicht vernünftig, der künstlich aufrecht erhaltenen Armut (oder besser Geldarmut) etwas Wirksames entgegenzusetzen? Warum leben wir so selbstverständlich mit diesem enormen Produktivitätszuwachs? Und warum folgern wir nicht: Wenn für diese gigantische Produktionsmenge an Waren nicht mehr die Menschen benötigt werden, um sie herzustellen, müsste das nicht eine konsequente Auswirkung auf das Thema Arbeit haben? Nämlich: Menschliche Arbeitskraft wird nicht mehr in dem Maß benötigt, um dieselbe Produktionsmenge zu erzielen. Die dadurch entfallenden Einkommensquellen haben überhaupt keinen Einfluss auf die Menge der Produktionsgüter. Wohl aber haben sie Einfluss auf den Konsum und auf die Gesellschaft selbst.</p>
<p>Es ist erstaunlich, dass unsere viel beschworene Bildungsgesellschaft nicht Hunterttausende an klugen Betriebs- und Volkswirten hervorbringt, die genau das erkennen und verbreiten. Wo sind diese Leute bloß?</p>
<p>Wenn nur 10 Arbeiter benötigt werden, um eintausend Autos zu montieren, dann stellt sich die Frage, wo diejenigen ihr Geld verdienen sollen, die nicht bei VW &amp; Co ihr Erwerbseinkommen beziehen. Die versuchen es vielleicht dort, wo für 1 Million Regale eine Produktionsstätte mit 30 Arbeitern zugange ist. Oder dort, wo Zehntausend Kühe von ebenso vielen Melkmaschinen gemolken werden. Oder da, wo ein Universitätsprofessor seinen 85 Studenten eine Vorlesung gibt. Oder dort, wo eine Erzieherin auf 12 Kinder kommt.</p>
<p>Das Interessante ist, dass selbst dort, wo wir eigentlich deutlich mehr menschliches Personal benötigen, ebenfalls ein Arbeitsplatz-Mangel herrscht. Mit dem signifikanten Unterschied, dass nicht etwa die Produktivität der sozialen oder Bildungs-Einrichtungen gestiegen ist. Weil sich dort nur fiktiv eine in Euro messbare Produktivität errechnen lässt, die aber keine Realität am Jahresende wird, da sich menschliches Potenzial nur langfristig auswirkt. Hier spricht man darum von zu hohen Personalkosten, damit bleibt man aber auf das Problem beschränkt.</p>
<p>Wenn man die Tatsache anerkennt, dass die industrielle Fertigung keine Branche mehr ist, um dem Großteil der Menschen eine Arbeit zu geben und die anderen Sektoren, innerhalb derer sich Arbeit abspielt, entweder zu unwirtschaftlich sind oder überwiegend sehr speziell ausgebildete Menschen benötigen, muss man zugeben, dass auf Basis dieser Begebenheiten ein Systemwechsel stattfinden muss. Das bedingungslose Grundeinkommen in Verbindung mit einer Konsumsteuerfinanzierung würde Arbeit vom Einkommen entkoppeln und dort, wo menschliche Arbeitskraft dringend benötigt wird, wieder für Unternehmen bezahlbar machen. Damit könnten wir es uns schon längst leisten, die Bereiche zu  fördern, in denen Menschen die Zukunft sehen.</p>
<p>Aber in der Politik wird nach wie vor von der &#8222;Vollbeschäftigung&#8220; geredet. Da möchte man manchmal schon das festgenagelte Brett vor dem Kopf unserer politischen Entscheider entfernen.</p>
<h3>Nachteile der Spezialisierung und Technisierung</h3>
<p>Möglicherweise hat sich auch in den Menschen jenseits der Dreißig eine gewisse Bildungsmüdigkeit entwickelt, zurückzuführen auf den rasanten technischen Fortschritt und die Komplexität, innerhalb der Arbeit in vielen Bereichen überbürokratisiert wird und darum für den Einzelnen langweilig und frustrierend oder auch zu anspruchsvoll zu werden droht.</p>
<p>Dies betrifft nicht nur die Sektoren, bei denen eine extrem hohe fachliche Ausbildung gefragt ist. Sondern auch die Berufe, die zwar kein Studium, aber doch besondere Kenntnisse im Bereich der Datenverarbeitung bzw. der Anwendung bestimmter Software-Programme erfordern. Die außerdem in Unternehmen immer weiter verbreitete Dokumentationswut &#8211; die ihre Hauptursache in der Haftungsfrage hat &#8211; ist eine Methode, die ihr eigenes Problem mit sich bringt: Die dadurch verloren gehende Zeit wird nicht etwa woanders gewonnen. Sie geht meistens von der Arbeitszeit ab und stiehlt den den Tätigen die Zeit für ihren &#8222;eigentlichen Job&#8220;. So mögen also der Trend der Dokumentation und des hohen technischen Standards selbst Faktoren sein, die den Berufstätigen das Leben schwer machen. Die Computerisierung auf vielen Gebieten und die unterschiedliche Handhabungsweise in den Unternehmen könnten dazu führen, dass der Wechsel eines Arbeitsplatzes in Zukunft noch problematischer sein wird, obwohl man sich um einen gleichen Posten bemüht.</p>
<p>Hinzu kommt, dass die Technisierung dazu führt, dass Menschen mit geringem Bildungsgrad künftig noch weniger als bisher eine Arbeit bekommen, da die &#8222;einfachen&#8220; Tätigkeiten in einem Unternehmen mittlerweile gar nicht mehr so einfach sind. Überträgt man dies auf die Anforderungen, die Menschen mit prinzipiell ausreichender Bildung erfüllen müssen, kommt der Verdacht auf, dass dies auch etwas damit zu tun haben könnte, dass immer wieder von einem &#8222;Fachkräftemangel&#8220; gesprochen wird. Und auch davon, dass Akademiker oder diejenigen mit vielen Jahren Berufserfahrung, ohne Job sind.</p>
<p>Was weiß man schon über die langfristigen Folgen von Arbeit, die einen so hohen Grad an Spezialisierung aufweist, wie wir sie heute undvoraussichtlich auch morgen noch haben? Die Frage nach dem Sinn und der Grad an Gesundheit der arbeitenden Bevölkerung verbunden mit dem materiellen Reichtum, dem wir tagtäglich begegnen, könnte dazu führen, dass Arbeit für uns mehr und mehr ihren individuellen (Überlebens)Nutzen verliert und uns dazu noch krank macht.</p>
<p>Dass computergestützte Dokumenation die zwischenmenschliche Kommunikation mit Kollegen ersetzen kann, ist nicht überall anzunehmen. Dort, wo abteilungsinterne oder -übergreifende Abstimmung und Vermittlung von Wissen von Mensch zu Mensch zu einem besseren Verständnis führen, darf man nicht darauf verzichten. Zum Teil hat dieses Vorgehen damit zu tun hat, dass die Fluktuation in den Betrieben in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich zugenommen hat, aber auch damit, dass wir die technischen Voraussetzungen hierfür erschlossen haben. Trotzdem braucht es Menschen, die anderen den großen Zusammenhang gut erklären können oder wichtige Details in ihrer ganz eigenen typischen Art übermitteln, die  keine noch so ausgefeilte Dokumentation erbringen kann.</p>
<p>Würde sich menschliche Arbeitskraft also verbilligen, käme es möglicherweise dazu, dass ein bisheriger Einzelarbeitsplatz künftig mit zwei oder gar drei Personen besetzt werden könnte. Mit Leuten, die kein Problem damit haben, weniger zu verdienen, weil sie auf der anderen Seite mehr gewonnen haben. Den Wert von persönlicher Freiheit, von dem jeder weiß, dass er in Geld nicht zu bemessen ist.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1035/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1035&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Grundeinkommen kommt groß raus</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 11:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pressemitteilung Hamburger Netzwerk Grundeinkommen &#8211; September 2010: “Bedingungsloses Grundeinkommen für alle?“ Hamburger Netzwerk Grundeinkommen lädt zu GESPRÄCHE ÜBER MORGEN auf Kampnagel ein Mit Götz W. Werner, Wladimir Kaminer, Katja Kipping u. v. a. In Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Zeitzeichen und der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel veranstaltet das Hamburger Netzwerk Grundeinkommen das Festival der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1031&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pressemitteilung Hamburger Netzwerk Grundeinkommen &#8211; September 2010:</p>
<h2>“Bedingungsloses Grundeinkommen für alle?“</h2>
<h2>Hamburger Netzwerk Grundeinkommen lädt zu GESPRÄCHE ÜBER MORGEN auf Kampnagel ein</h2>
<h3>Mit Götz W. Werner, Wladimir Kaminer, Katja Kipping u. v. a.</h3>
<p><strong>In Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Zeitzeichen und der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel veranstaltet das Hamburger Netzwerk Grundeinkommen das Festival der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN. Zum Auftakt am 23. September und an den Festivaltagen am 15. und 16. Oktober treffen prominente und hochkarätige Gäste aus Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft aufeinander. Verbindendes Thema ist die aktuell vielleicht spannendste Gesellschaftsidee: das bedingungslose Grundeinkommen. </strong></p>
<p>Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Abwrackprämie für schlechte Arbeit? Und auf welche Weise könnte das Grundeinkommen den Kapitalismus verändern? Diese und andere Fragen werden auf den GESPRÄCHEN ÜBER MORGEN von vielen wachen Köpfen der Republik diskutiert. Mit dabei sind der Unternehmer Götz W. Werner, Katja Kipping, stellvertretende Bundesvorsitzende der Linken, der Autor Wladimir Kaminer, Christian Rickens vom Manager-Magazin, Kirsten Baumann vom Museum der Arbeit, Ingrid Hohenleitner vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut und zahlreiche  weitere spannende Gäste.</p>
<p>Was ist dran an den GESPRÄCHEN ÜBER MORGEN? Ist unsere Zukunft wirklich so ungewiss und – wenn man der Krisenstimmung Glauben schenken will – vom Missstand dominiert? Oder gibt es nicht auch noch andere, wenig beachtete Perspektiven auf die Gesellschaft von morgen? GESPRÄCHE ÜBER MORGEN bietet eine besondere Gelegenheit, den Blick zu schärfen und auf neue Gedanken zu richten. Dazu tragen Themen wie Gäste bei und beleuchten dabei das bedingungslose Grundeinkommen auf kritische und kreative Weise. Kontroverse Gesprächskonstellationen sorgen für spannende Auseinandersetzungen.</p>
<p>„Wir möchten, dass unsere Besucher die Gewissheit mitnehmen, wertvolle Informationen zu gesellschaftlich relevanten Themen erhalten zu haben. Darüber hinaus wollen wir die Arbeit unseres Netzwerkes bekannt machen und weitere Unterstützer gewinnen“, so Matthias Pätzold, Leiter der Geschäftstelle des Hamburger Netzwerks Grundeinkommen. „Dadurch, dass sich namhafte Vertreter aus dem öffentlichen Leben so zahlreich hier in Hamburg einfinden, hoffen wir, dass das bedingungslose Grundeinkommen weiterhin an Bekanntheit gewinnen wird.“</p>
<p>Neben verschiedenen Gesprächsformen wie Hearing, Jamsession, Fishbowl und OpenSpace wird die  Veranstaltung auch kulturell und künstlerisch anspruchsvoll begleitet. Unter anderem von der UKW-Band von Ulrich Kodjo Wendt, die über ihre Kompositionen für Fatih Akins Filme bekannt wurden, als auch von den Duos &#8222;Marie Claire&#8220; und Wieman/Wendt. Am Samstagabend startet die Offene Bühne &#8222;Kunst gegen Bares&#8220; und zum krönenden Schluss legt Wladimir Kaminer seine &#8222;Russendisko&#8220; auf.</p>
<p>Die Pressemitteilung inklusive Veranstaltungsprogramm, Kartenvorverkauf und Gäste-Profile als PDF: <a href="http://bedingungslosesgrundeinkommen.files.wordpress.com/2010/09/hng_gum_.pdf">Gespräche über Morgen</a>.</p>
<p>Auch über weitere Spenden freuen wir uns &#8211; Näheres hierzu auf <a href="www.grundeinkommen-hamburg.de" target="_blank">www.grundeinkommen-hamburg.de</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1031/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1031&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Netzwerk Grundeinkommen Hamburg startet Kampagne</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 08:43:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In drei Tagen beginnt die Sommer-Krönungsaktion bei uns in der Hansestadt! Als ehrenamtliche Mitarbeiterin für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit nehme ich den Kontakt zu den Medien auf und verbreite unsere Presse-Info hierzu. Natürlich gehört das auch unbedingt in meinen Blog: Zehntausend Kronen für zehntausend Hamburger_innen! Hamburger Netzwerk Grundeinkommen startet Krönungswelle. Mit der Aktion „Du bist Dein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1016&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bedingungslosesgrundeinkommen.files.wordpress.com/2010/07/kroenung_1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1029" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://bedingungslosesgrundeinkommen.files.wordpress.com/2010/07/kroenung_1.jpg?w=300&#038;h=209" alt="" width="300" height="209" /></a>In drei Tagen beginnt die Sommer-Krönungsaktion bei uns in der Hansestadt! Als ehrenamtliche Mitarbeiterin für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit nehme ich den Kontakt zu den Medien auf und verbreite unsere Presse-Info hierzu. Natürlich gehört das auch unbedingt in meinen Blog:</p>
<h2>Zehntausend Kronen für zehntausend Hamburger_innen!</h2>
<h3>Hamburger Netzwerk Grundeinkommen startet Krönungswelle.</h3>
<h3>Mit der Aktion „Du bist Dein eigener König!“ startet das Netzwerk Grundeinkommen in ganz Hamburg eine Aufklärungskampagne.</h3>
<p>Die dreimonatige Krönungs-Aktion lädt die Hamburger_innen dazu ein, sich mit der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens vertraut zu machen und informiert über die Arbeit des Netzwerks. Zugleich leitet sie die GESPRÄCHE ÜBER MORGEN ein: Die Auftaktveranstaltung und das Festival der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN finden auf Kampnagel statt. Unter anderem mit dabei: der Unternehmer Götz W. Werner, der Schriftsteller Wladimir Kaminer und die Bundestagsabgeordnete Katja Kipping.</p>
<p>10.000 Kronen, 35 Standorte und 100 Helfer: In Hamburg setzt sich die Krönungswelle fort, die ihren Anfang in einem Film fand. Die Schweizer Daniel Häni und Enno Schmidt, die Regisseure von „Grundeinkommen – ein Kulturimpuls“, setzten Passanten mit goldenen Kronen auf den Häuptern in Szene. Und etablierten damit einen symbolischen Akt für ein simples – aber signifikantes – Verständnis von Demokratie, der seither ein fester Bestandteil der öffentlichen Aktivitäten von Grundeinkommensbefürwortern ist.</p>
<p>Die Aktion beginnt am 08. Juli auf dem Gelände der Hamburger Universität/Allende-Platz und endet am 18. September 2010. Den gesamten Sommer über werden Hamburger Bürger_innen in ihren Stadtteilen gekrönt. Das Motto lautet: Wenn jeder sein eigener König ist, muss keiner der König des anderen sein.</p>
<p>Mit der Krönungsaktion möchte das Hamburger Netzwerk Grundeinkommen mit möglichst vielen Menschen über die Chancen eines bedingungslosen Grundeinkommens ins Gespräch kommen: „Wer nicht muss, kann vieles. Da die Vollzeit-Stelle auf Lebenszeit zunehmend zu einem Privileg wird, brauchen wir eine neue soziale Sicherung, um unternehmerische Initiative, Familienarbeit und gesellschaftliches Engagement zu ermöglichen“, so Sven Prien- Ribcke, Sprecher des Hamburger Netzwerks Grundeinkommen.</p>
<p>Das Netzwerk ist eine pluralistische Bewegung: Die Befürworter kommen aus allen Schichten der Hamburger Bevölkerung und sehen sich nicht als Blumen bindende Friedenskinder, sondern als Realisten und Visionäre zugleich: Hier finden sich Berufstätige neben Studenten, Ruheständler, Unternehmer und (Lebens)Künstler, die verschiedener nicht sein können. Bei aller Vielfalt überzeugt die Netzwerker der Gedanke, dass die Zeit dafür reif ist, einen Epochenschritt hin zu mehr ökonomischer Vernunft und besseren Lebenschancen zu gehen.</p>
<p>Im Rahmen der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN wagen viele wache Köpfe der Republik den Blick auf die Gesellschaft der Zukunft. Wir freuen uns u.a. auf: Amelie Deuflhard, Wolfgang Engler, Adrienne Goehler, Daniel Häni, Thomas Huth, Reinhard Kahl, Wladimir Kaminer, Ska Keller, Katja Kipping, Sascha Liebermann, Sven Prien-Ribcke, Christian Rickens, Dorothée Schulte- Basta, Wolfgang Strengmann-Kuhn, Götz W. Werner und Susanne Wiest.</p>
<p>Jam-Sessions, interessante Video-Clips, Chat-Räume, „Kunst gegen Bares“, Life-Musik, Open- Spaces, Kulinarisches und vieles mehr stehen auf dem Programm der GESPRÄCHE ÜBER MORGEN.</p>
<p><a href="http://bedingungslosesgrundeinkommen.files.wordpress.com/2010/07/hng-presse.pdf">Presse-Information</a> zum download</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/1016/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=1016&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>We are Family!</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 11:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Was ist Familie? Die meisten Menschen verstehen darunter das Konstrukt  &#8222;Mutter, Vater, Kind(er)&#8220;. Die Familie funktioniert in der Wirtschaftsmatrix als Zelle, die sich den Gegebenheiten des Marktes angepasst hat bzw. anpassen musste. Menschen, die beschließen, eine Familie zu gründen, machen dies häufig von ihrer finanziellen Situation abhängig. Aussagen wie &#8222;Kinder muss man sich leisten können&#8220; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=995&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color:#808000;"><a href="http://unterhaltung.de.msn.com/tv/bilder.aspx?cp-documentid=149777921&amp;page=24"><img class="alignleft size-medium wp-image-1001" title="waltons" src="http://bedingungslosesgrundeinkommen.files.wordpress.com/2010/06/waltons.jpg?w=243&#038;h=300" alt="Bildquelle" width="243" height="300" /></a>Was ist Familie? </span></h2>
<p>Die meisten Menschen verstehen darunter das Konstrukt  &#8222;Mutter, Vater, Kind(er)&#8220;. Die Familie funktioniert in der Wirtschaftsmatrix als Zelle, die sich den Gegebenheiten des Marktes angepasst hat bzw. anpassen musste. Menschen, die beschließen, eine Familie zu gründen, machen dies häufig von ihrer finanziellen Situation abhängig. Aussagen wie &#8222;Kinder muss man sich leisten können&#8220; oder &#8222;Ich will erst ein Kind, wenn ich genug Geld verdiene&#8220; tragen dem Umstand Rechnung, dass die Familie innerhalb des Systems eine &#8222;Wirtschaftszelle&#8220; darstellt. Abgesehen von den menschlichen Bedürfnissen, die eine Familie erfüllt, ist sie gänzlich einverleibt und muss funktionieren.</p>
<p>Um das Funktionieren von Familie zu erleichtern, gibt es Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen/Bildungseinrichtungen, Vereine und vieles mehr, die aus unseren Kindern anständige Bürger machen sollen.</p>
<p>Die Mikrozelle &#8222;Eltern&#8220; ist von den Aufgaben Bildung und Kompetenzvermittlung weitestgehend freigestellt, da sie den größten Teil des Tages mit Arbeiten beschäftigt ist.</p>
<p>Eltern und Kinder trennen sich bereits im frühen Kleinkindalter, um die Wirtschaftsmatrix zu bedienen. Die Fähigkeiten, die in einem so komplexen System wie dem gegenwärtigen benötigt werden, scheinen Eltern allein ihren Kindern nicht vermitteln zu können. Und so sieht man die scheinbare Notwendigkeit ein, dass wir externe Bildungs- und Erziehungsstätten brauchen, um der Komplexität gerecht zu werden. Was soweit seinen nachvollziehbaren Sinn hat. Denn die Kompetenzen und Fähigkeiten, die Mutter und Vater mitbringen, sind für die Erziehung und Bildung ihres Nachwuchses in der Tat nicht ausreichend.</p>
<p>Ändern wir nun die Begebenheiten. Und definieren Familie neu. <span id="more-995"></span>Beziehungsweise definieren wir, was Familie einmal gewesen ist. Familie, also die Blutsverwandten, bestehen aus zahlreichen Mitgliedern. Dazu gehören Kinder, Eltern, Großeltern genauso wie Onkel, Tanten, Cousins/Cousinen, Angeheiratete und Verwandte erweiterten Grades.</p>
<p>Jeder von ihnen ist ein Individuum mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten. Der eine mag ein guter Handwerker sein, der nächste ein passabler Techniker, wieder einer ist kundig im Bereich der Medizin, der nächste kann gut kochen und so weiter und so fort. All diese sehr unterschiedlichen Bereiche machen eine Familie zu dem, was sie sein kann: Ein Kreis von fähigen Menschen, die sich und ihr Können innerhalb ihres Familien-Clans einzubringen wissen. Schwächere oder weniger fähige Familienmitglieder werden durch die anderen aufgefangen. Vorhandene Defizite wirken sich deshalb weniger schlimm auf den Einzelnen aus.</p>
<p>Das in einen Topf werfen hat klare Vorteile: Alle, die dem Familienclan angehören, profitieren davon. Einerseits finden wir diejenigen, die ihre Kenntnisse an die Nachkommen weitergeben, andererseits ist die Pflege und Erziehung der Kinder nicht allein eine Sache der leiblichen Eltern. Sowohl erwachsene Bezugspersonen als auch ihre Kinder stehen sich gegenseitig zur Verfügung. Menschen beiderlei Geschlechts dienen den ganz Jungen als Vorbilder, Lehrer, Erzieher, Richter und Schlichter. Die größten und nachhaltigsten Lerneffekte passieren innerhalb von praktischen und haptischen Erfahrungen, an denen uns andere Teil haben lassen. Die Teilhabe ist bei Blutsverwandten in der Regel mit einem emotionalen Interesse verbunden. Man möchte das, was man selbst kann, weitergeben.</p>
<p>Wie groß ist das Interesse, Menschen mit ausreichend Bildung zu versorgen, die nicht der eigenen Blutsverwandschaft angehören? Wie viel Blut, Schweiß und Tränen ist man bereit, zu &#8222;opfern&#8220;, um die Kinder fremder Leute zu unterrichten, ihnen auch emotional zur Verfügung zu stehen? Wie viel Geduld und Spucke kann jemand aufbringen, der sich um Erziehungs- und Bildungsaufgaben kümmert abseits seines eigenen sozialen Umfelds?</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass es sehr viel verlangt ist, eine Erzieherin im Kindergarten dazu bewegen zu wollen, auf das eigene Kind besonders Acht zu geben. Denn nur um das geht es: Um das eigene Kind. Der hohe Anspruch, den Eltern an die Pädagogen in den Kitas und Schulen haben, kommt nicht von ungefähr. Selbstverständlich haben sie ein immenses Interesse daran, dass gerade ihr Kind gefördert, beachtet, getröstet und geliebt wird. Eltern reagieren auf Missstände in den öffentlichen Institutionen besonders sensibel und besonders kritisch, weil sie allein für sich das Recht beanspruchen, zu wissen, was gut für ihr Kind ist. Und damit liegen sie vollkommen richtig.</p>
<p>Die Natur hat es schließlich so eingerichtet, dass wir uns primär um die Unsrigen kümmern und sorgen. Nirgendwo sonst fühlen wir diese große Bereitschaft, uns einzubringen und uns Mühe zu geben. Bei niemandem sonst verspüren wir so eklatante Beschützergefühle wie bei der Blutsverwandschaft. Hier verknüpfen sich die tiefsten Emotionen und Bedürfnisse miteinander. Dies zu leugnen, hat schwerwiegende Konsequenzen.</p>
<h2><span style="color:#808000;">Wie ist der Status Quo? </span></h2>
<p>Großfamilien, im Sinne dessen, dass man eine bequeme räumliche Nähe zueinander hat, sind vermehrt seit dem Beginn des Industriezeitalters im Schwinden begriffen. Die Zersplitterung der Familien führte dazu, dass sich nur noch die kleinste aller als Familie verstandener Zellen an Ort und Stelle bildet: Mutter, Vater, Kind. Die Steigerung sind Alleinerziehende und die Spitze bilden die Singles. Eine andere Einheit bilden kinderlose Paare, die entweder einen gemeinsamen oder getrennten Haushalt führen. Sie alle leben häufig in Distanz zu den restlichen familiären Zellen, die sich ihrerseits separiert haben. Begründet ist dies in der Arbeitsteilung, unserem technischen Fortschritt und in der Hauptsache in der gestiegenen Mobilität, die uns Glauben macht, wir könntenjederzeit auf die Hilfe der Familie zugreifen, wenn wir sie nötig haben.</p>
<p>Die Abspaltung der einzelnen Familienmitglieder vom gesamten Rest ist die Ursache dafür, dass wir uns nun mit Gegebenheiten auseinanderzusetzen haben, die uns allen ein tiefes Unbehagen bereitet.</p>
<p>Das lässt sich gut an der morgendlichen Situation festmachen, wenn man das eigene Kind in den Kindergarten bringt. Kinder &#8211; wenn man sie fragt &#8211; äußern sehr häufig den Wunsch, nicht in den Kindergarten zu wollen. Unzählige Tage verbringt man als Elternteil damit, die allmorgendliche Trennung erträglich zu machen und beruhigt sich selbst mit dem Gedanken: Dort hat es mein Kind gut, es kann mit anderen Kindern spielen, findet Freunde, soziale Anbindung und lernt wichtige Dinge fürs Leben. Für das Kind ist das sich Anpassen in der Regel auch gar nicht so dramatisch. Auch das wissen wir als Eltern.</p>
<p>Doch, was ist mit uns selbst? Den Neid, den wir empfinden, weil nicht wir, sondern uns Fremde unseren Kindern etwas beibringen. Die Selbstsuggestion, die uns den Neid vergessen machen will, indem wir uns sagen: Ach, ich bin ja so froh, dass mein Kind gut untergebracht ist und ich von dieser anstrengenden Aufgabe, es &#8222;ganz allein&#8220; zu erziehen, entbunden werde. Dieses &#8222;ganz allein&#8220; denkt auch der, der zumindest noch einen Ehepartner an seiner Seite hat.</p>
<h2><span style="color:#808000;">Geh mir weg mit Familie!</span></h2>
<p>Nun sagen viele: Ach, was, Großfamilie! Den ganzen Stress würde ich gar nicht aushalten. Ich müsste mich dann ja mit allen irgendwie arrangieren, es passt mir aber nicht, wie die eigenen Eltern mit dem Enkelkind umgehen, der Bruder hat die Einstellung, ein Klaps auf den Po schadet nicht und die Schwester kümmert sich nur um ihren eigenen Kram. Schnell haben wir unsere Urteile und &#8222;Überzeugungen&#8220;, die mit denen der anderen nicht korrespondieren wollen. Wir geben uns damit dem &#8222;Jetzt&#8220; geschlagen und verlassen einen sehr eleganten Lösungsweg, ohne ihn zuende gedacht zu haben.</p>
<p>Denn der Stress, von dem alle sprechen, der findet sich auf der anderen Seite: Nämlich der physische und psychische Druck, den Arbeit verursacht. Insebsondere die zeitliche Eingebundenheit. Würden wir nun die beiden großen Stressfaktoren zusammenschmeißen, ist die Einsicht korrekt, wenn wir denken: Das ist zu viel! Ich kann nicht meinen Job machen, das Leben meines Kindes organisieren, mich mit Erziehern, Lehrern, Vereinen und Freunden auseinandersetzen UND dann auch noch die Familie einbeziehen. Sie entpuppt sich als obsolet und manchmal verfallen wir gar dem Gedanken, die eigenen Eltern und Geschwister seien in der Tat nicht kompetent genug. Wie ist es aber um unser Wissen darüber bestellt?</p>
<p>Gegenwärtig fehlt es uns an gemachten Erfahrungen. Da wir die Ursprungsfamilie immer nur temporär und nicht kontinuierlich in unser Leben einbinden, kann es keine langfristigen Vorteile mit sich bringen, denn wir sind nach wie vor zwischen vielen Welten unterwegs. Denn hätten wir einen Clan, der uns regelmäßig und selbstverständlich zur Verfügung stünde, fielen einige der Aufgaben, die Externe heute für uns übernehmen, weg.</p>
<p>Dazu kann man beispielsweise Dinge wie Schwimmunterricht, Fußballspielen, Essen zubereiten oder die Natur erkunden zählen. In der wenigen Zeit, die Eltern für ihre Kinder verbleibt, tun sie ihr Möglichstes und haben dennoch ein dauerndes Gefühl von Unzulänglichkeit. Weil es tatsächlich zu viel verlangt ist, der elterlichen Zelle all diese Aufgaben abzuverlangen, die ihnen allein schon aus Zeitgründen nicht möglich sind, zu erledigen.</p>
<p>Ganz davon zu schweigen, dass an den Wochenenden das nachgeholt werden will, was man in der Woche verpasst oder nicht erreicht hat. Zeit mit Oma und Opa, an die frische Luft kommen, körperlicher Ausgleich &#8211; all das möchte man gerne tun. Häufig ruhen sich Eltern an den Wochenenden aber auch einfach nur aus, damit sie am Montag wieder fit für den Job sind. Wer will es ihnen verdenken? Die größten Schuldgefühle machen sich die Eltern schon selbst. Mancher rechnet aus, wie viele Stunden am Tag er mit seinem Kind verbringt und kommt auf &#8222;drei&#8220;. Hier schließt sich dann die Aussage an: &#8222;Ja, wir wissen, dass wir unser Kind gnadenlos verwöhnen, aber weil wir so wenig Zeit mit ihm verbringen, wollen wir das irgendwie auffangen.&#8220; Das Resultat ist häufig, dass die Kinder in der zur Verfügung stehenden Zeit übermäßig bespaßt und bespielt oder aber mit Spielzeug oder anderen Konsumartikeln überhäuft werden. Manchmal überlegen sich Eltern krampfhaft, welches Wochenendprogramm sie bieten und heraus kommen Museumsbesuche, Spielparadiese, Erlebnisparks und andere Unterhaltungsmöglichkeiten.</p>
<p>Meistens haben die Kinder gar nicht so hohe Ansprüche. Genauso viele Eltern kommen dahinter, dass es reicht, mit den Kindern rauszufahren und sich einfach nur mit einem Ball an der frischen Luft zu vergnügen.</p>
<h2><span style="color:#808000;">Reanimation von Familie</span></h2>
<p>Gibt es irgendeinen Weg, die Großfamilie zu reanimieren? Nicht auf den ersten Blick. Es gibt zwei Hindernisse.</p>
<h3>Erstens &#8211; das Bewusstsein</h3>
<p>Viele wollen keine Großfamilie, da sich ihnen der Sinn einer solchen nicht erschließt. Es existieren keine realen positiven Erfahrungen. Hinzu kommen persönliche Konflikte (schöne Grüße an Freud), was dazu führt, dass manche Kinder gar den Kontakt zu ihren Eltern vollkommen abbrechen. Und nicht etwa, weil sie aufs Schlimmste misshandelt oder als Kinder deformiert wurden, sondern häufig auch aus Gründen wie &#8222;mein Vater will immer Recht haben&#8220; oder  &#8222;ich bin total genervt von meinen Eltern&#8220; und weiteren Luxusproblemchen. Die so lange welche sind, bis einen selbst eine außerordentlich schwierige Lebensphase ereilt, in der man auf die dringende Hilfe der Angehörigen angewiesen ist.</p>
<h3>Zweitens &#8211; der Job</h3>
<p>Manche würden sagen: ich würde ja gerne. Habe längst den Sinn erkannt, aber ich kann hier nicht weg. Da, wo meine Eltern leben, gibt es keine Arbeit. Ich muss also da hin, wo die Arbeit ist.</p>
<p>Wir alle wissen, dass dies eine verkehrte Welt ist. Nicht wir müssen dorthin, wo die Arbeit ist, sondern wir brauchen dort einen Job, wo unsere Wurzeln sind.</p>
<p>Wie weltfremd und abgehoben manche Karrieristen ihren Jetset vertreten und ihre angebliche Freiheit, wenn sie von einem Ort zum anderen reisen, offenbart sich erst dem, der plötzlich zu Hause eine Familie zu ernähren hat. Nicht, dass einen diese Bodenständigkeit davor bewahrt, einen gewissen Sozialneid auf all die zu hegen, die ihre Auslands-Jobs preisen. Man verwechselt Freiheit mit dem Job.</p>
<h3>Wie kann man diese Hindernisse überwinden?</h3>
<p><strong>Fangen wir beim Bewusstsein an. </strong></p>
<p>Allein, wenn wir uns vorstellen, nur für einen Moment, wir befänden uns innerhalb eines gut meinenden Familienclans, gibt uns das ein Gefühl von Erleichterung.</p>
<p>Gut meinend, weil wir naturgemäß an Arterhaltung und Bevorzugung von uns Nahestehenden interessiert sind. Nicht von ungefähr vergeben wir Aufträge an beste Freunde oder Familienmitglieder, obwohl wir sie öffentlich ausschreiben müssen, aber eigentlich lieber den direkten Weg gingen. Das ist menschlich. Wir tun nur so, als sei das verwerflich, weil wir Neid auf die haben, die an ihren engen Beziehungen sehr fest halten oder Feindschaft gegenüber denen hegen, die sich die lukrativsten Geschäfte ermöglichen. Sobald wir selbst in einer Vergabesituation sind, würden wir es nicht anders machen bzw. müssen uns zwingen, den Anstand zu wahren.</p>
<p>Stellen wir uns also vor, diese Art Anstand wäre gar nicht geboten. Selbstverständlich geben wir Arbeit an die ab, die uns verwandt sind! Warum? Weil wir die Menschen, im Gegensatz zu Fremden, kennen und ihnen eher vertrauen. Und weil wir uns darauf verlassen können, dass wenn einer Mist baut, er nicht einfach auf Nimmerwiedersehen verschwinden kann. Die Familie als Korrektiv und Beobachter dessen, was innerhalb getan wird, darf nicht unterschätzt werden. Man kritisiert sich gegenseitig genauso wie man sich auf die Schulter haut und sagt: &#8222;Haben wir das nicht prima hingekriegt!&#8220;</p>
<p>Wenn es um Mitarbeit, Beratung, Betreuung, Pflege, Fürsorge geht, käme ein Familienangehöriger niemals auf die vermessene Idee, für seine Hilfe Geld zu verlangen. Und tut er es dennoch, folgt die Schelte auf dem Fuß, wenn die anderen anfangen, sich einzumischen. Das ist gut und richtig. Denn alle geht alles &#8211; mal mehr mal weniger &#8211; an, was die Mitglieder innerhalb dieses Clans unternehmen oder unterlassen.</p>
<p>Genauso wenig würde ein Bruder, der seiner Schwester Geld leiht, Zinsen von ihr verlangen und die Cousins, die beim Umzug die schweren Möbel schleppen, nicht auf Bezahlung drängen. Schon gar nicht ist man gewillt, für einen guten Rat zu bezahlen. Der ist &#8211; natürlich! &#8211; umsonst. Da sowieso die meisten Hilfeleistungen innerhalb der Familie stattfinden, müssen keine Gegengeschäfte vereinbart werden. Klar ist: Wer Hilfe braucht, dem wird geholfen. Diesem Modell eilt die Einsicht voraus, dass man sich für Hilfe nicht zu schade ist.</p>
<p>Aus der Gemeinschaft sucht man sich denjenigen raus, der für eine Aufgabe am geeignetsten erscheint. Und findet man hier niemanden, so sucht man als nächstes den engen Freundeskreis ab. Das ist normal und ganz natürlich. Erst, wenn keine familiären Kompetenzen zu finden sind, bemüht man sich um Externe. Das spart eine Menge Geld und eine Menge Zeit. Bei der familiären Hilfe geht es nicht primär um Perfektion. Durchaus weiß man, dass ein anderer die Fliesen besser und sauberer verlegen könnte, aber dennoch: Onkel Hartmut macht seine Sache passabel und außerdem lernt er bei jedem Mal was dazu, da soll sich Helga mal nicht so anstellen, die kleine Macke an den Leisten darf man getrost übersehen.</p>
<p>Den Anspruch, dass innerhalb der Großfamilie immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, darf man sich abschminken. Aber genau darum geht es: Um Teilhabe, Kommunikation, Zusammenarbeit, Konflikte und Lösungen, die von vielen beigesteuert werden. Oder warum haben wir etwa heute das Gefühl, niemand würde sich für uns interessieren?</p>
<p><strong>Machen wir bei der Arbeit weiter. Und geben den Menschen ein Grundeinkommen.<br />
</strong></p>
<p>Eine schwere Nuss. Nimmt man einmal an, jemand hat das Prinzip von Großfamilie als gut befunden und möchte nun mit der Reanimation beginnen. Er sieht sich dem Problem gegenüber, seinen derzeitigen Lebensmittelpunkt zurück zu seinen Ursprungsort zu verlegen oder dorthin, wo sich der größere Teil von Familie aufhält. Kann er einfach umziehen, ohne eine neue Arbeit zu haben?</p>
<p>Ohne festes Einkommen: Nein. Mit Grundeinkommen: Ja. Was bedeutet, dass er ein Risiko eingeht, wenn die Arbeit ihm ein verhältnismäßig üppiges Gehalt einbringt und er einen gewissen Lebensstandart pflegen will. Will er denselben Standart halten, bleibt er möglicherweise an seinem Ort verhaftet. Stellt er aber für sich fest, dass die Vorteile von Familie trotz eines kleineren Einkommens oder gewisser Einbußen durch die Familie aufgehoben werden, wird er einen Umzug eher in Betracht ziehen. Wer aber allein wirtschaftliche Erwägungen in seine Planung einbezieht, denkt zu kurz. Die gefühlsmäßigen Bindungen zu dem Rest der Familie haben eine Chance, zu wachsen. Durch die räumliche Nähe darf sich kontinuierlich eine langfristige Bindung einstellen, die enorme Vorteile mit sich bringt. In der Entscheidungsfreiheit, weniger zu arbeiten und dafür mehr Zeit für die Familie zu erübrigen, liegt ein so großes Potenzial, das man wohl erst in seiner ganzen Tragweite begreifen kann, wenn es sich als Realität im Leben einbettet.</p>
<p>Das Grundeinkommen als Reanimationsmittel für die Groß-Familie: ein überaus spannender Gedanke.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/995/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=995&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Videobeitrag &#8222;Eine Welt ohne Geld&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 12:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Unten ein Video-Beitrag meines Artikels &#8222;Eine Welt ohne Geld&#8220;. Zustande gekommen ist er, nachdem ein Leser meines Blogs die Idee hatte, das Ganze in eine andere Form zu gießen: in Bild und Ton. Er fragte mich also, ob er meinen Text dafür verwenden dürfe, um ihn bei youtube zu platzieren. Nachdem wir uns einige Male [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=989&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unten ein Video-Beitrag meines Artikels &#8222;Eine Welt ohne Geld&#8220;. Zustande gekommen ist er, nachdem ein Leser meines Blogs die Idee hatte, das Ganze in eine andere Form zu gießen: in Bild und Ton. Er fragte mich also, ob er meinen Text dafür verwenden dürfe, um ihn bei youtube zu platzieren.</p>
<p>Nachdem wir uns einige Male hin- und herschrieben, machte er sich an die mehrstündige Arbeit. Insgesamt finde ich diese Form des Zusammenarbeitens ziemlich spannend.</p>
<p>Das Ergebnis überraschte mich insofern, als dass ich mir vorher schwer vorstellen konnte, wie eine mir fremde Stimme wohl den Inhalt vertonen würde. Dabei fällt mir auf, dass der Ton tatsächlich die Musik macht und man textliche Botschaften auf unzählige Arten bildlich und audiomäßig übersetzen kann.</p>
<p>Auf diesem Weg möchte ich mich noch einmal bedanken und füge den ersten Teil des Films hier ein. Die beiden anderen Teile sind dann direkt bei youtube zu finden:</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/2010/06/10/videobeitrag-eine-welt-ohne-geld/"><img src="http://img.youtube.com/vi/K_SgzznfQXU/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com/989/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=989&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Haus Grundeinkommen</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 11:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>erika42</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökostrom]]></category>
		<category><![CDATA[Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[Großzügigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Grundeinkommenshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Handlung]]></category>
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		<category><![CDATA[Tat]]></category>

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		<description><![CDATA[Gründungsgedanken Aufklärungsarbeit ist eine Sache, die auch von Geld lebt. Je umfangreicher die Aufklärung betrieben wird, umso größer sind die Kosten, die dadurch anfallen. Beispiel Hamburg: Wir planen im Herbst eine größere Veranstaltung mit dem Namen &#8222;Gespräche über morgen&#8220;. Auf dem Veranstaltungsgelände von Kampnagel werden wir Podiumsdiskussionen abhalten, drumherum gibt es Kunst und Kultur, viele [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bedingungslosesgrundeinkommen.wordpress.com&amp;blog=8356428&amp;post=970&amp;subd=bedingungslosesgrundeinkommen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="color:#808000;"><a href="http://bedingungslosesgrundeinkommen.files.wordpress.com/2010/06/openhouse.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-979" title="openhouse" src="http://bedingungslosesgrundeinkommen.files.wordpress.com/2010/06/openhouse.jpg?w=240&#038;h=300" alt="" width="240" height="300" /></a>Gründungsgedanken</span></h2>
<p>Aufklärungsarbeit ist eine Sache, die auch von Geld lebt. Je umfangreicher die Aufklärung betrieben wird, umso größer sind die Kosten, die dadurch anfallen.</p>
<p>Beispiel Hamburg: Wir planen im Herbst eine größere Veranstaltung mit dem Namen &#8222;Gespräche über morgen&#8220;. Auf dem Veranstaltungsgelände von Kampnagel werden wir Podiumsdiskussionen abhalten, drumherum gibt es Kunst und Kultur, viele freiwillige Helfer und das Organisationskommitee sowie Menschen des öffentlichen Lebens beteiligen sich aktiv am Gelingen der Veranstaltung. Die Räume werden gemietet, die Künstler erhalten einen Obulus, Getränke und Speisen, Mobiliar: all das muss gestellt werden. All das kostet Geld. Nicht nur, dass das geladene Publikum etwas davon haben wird, auch die Beteiligten leben und erfahren in ihrem Tun einen Sinn und sind Teil eines gemeinschaftlichen und kulturellen Schaffensprozesses, der sich ohne die Idee Grundeinkommen nicht vollziehen würde. Wo aber findet man uns danach? Dazu später mehr.</p>
<p><strong>Wie wird das alles finanziert?</strong></p>
<p>Durch Spenden. Jeder, der schon mal in seinem Leben einer guten Sache diente, weiß, dass das &#8222;Eintreiben&#8220; von Spenden eine mühsame Angelegenheit ist. Fast noch leichter ist es, Menschen zum Anpacken zu motivieren, als dass sie ihr Geld geben. Eine Spende verschafft nur bedingt Zufriedenheit, weil das gespendete Geld allein nichts mit einer eigentlichen Handlung im realen Leben zu tun hat. Daueraufträge oder regelmäßiges Spenden &#8211; ohne dass der Spender ein mehr oder weniger Aktiver ist &#8211; schließt sich in vielen Fällen aus. <span id="more-970"></span></p>
<p><strong>Wie kommt eine Bewegung im großen Stil ins Rollen?</strong></p>
<p>Durch viel Geld. Das Geld bezahlt materielle und immaterielle Güter. Geld ist unerlässlich, damit auf der anderen Seite der Zeiteinsatz der Helfer frei wird.</p>
<p>Wie groß muss also der Topf sein, damit &#8211; ich beziehe das auf Hamburg &#8211; weitere und größer angelegte Aktionen geplant und umgesetzt werden können? Und muss der Topf nicht vorher so groß sein, damit zeitversetzt das öffentliche Interesse an der Sache wachsen kann?</p>
<p>So verfiel ich dem Gedanken, einen Grundeinkommensfond für Hamburg zu gründen.</p>
<p>Die Idee einmal kurz umrissen:</p>
<ul>
<li>Von jedem bargeldlosen &#8211; also mittels EC-Karte &#8211; getätigtem Einkauf zweigt sich automatisch ein Geldbetrag von beispielsweise 0,5 % für den Grundeinkommensfond ab. Bei 100 Euro Lebensmitteleinkauf oder  zwei Paar neuen Schuhen wären das 50 Cent.</li>
<li>Diese 50 Cent fließen in den Grundeinkommensfond, um sich dort zu mehren</li>
<li>Bei einhundert Personen, die im Monat für 400 Euro Waren einkaufen, ergibt das eine Summe von 200 Euro monatlich. Auf das Jahr gerechnet, sind es 2400 Euro.</li>
</ul>
<p>Wie aber ist das technisch zu lösen? Ganz einfach: Man kümmert sich um einen IT-Spezialisten, der die nötige Software programmiert und man schaut nach einem Chipkartenhersteller, der das Ganze dann in die haptische Form bringt, es also produziert. Zuvor beauftragt man einen Grafiker, der sich um Aussehen und Gestaltung der Karte bemüht bzw. ein vorgegebenes Design übernimmt. Dann müsste man &#8222;nur noch&#8220; die eigene Hausbank davon überzeugen, dass sie es computertechnisch möglich macht, diese bargeldlosen Transfers mit der 0,5prozentigen Abgabe zu versehen und die Beträge auf das Grundeinkommenskonto zu überweisen. Dieser Aufwand ist eine rein virtuelle Angelegenheit und kann problemlos in jedes Banken-Computersystem integriert werden.</p>
<p>Nun könnte man auf die Idee kommen, dass die Banken da nicht mitmachen wollen. Die erste Frage, die sich die Bank in der Tat stellen würde: Was haben wir davon? Die Antwort müsste ehrlicherweise lauten: Nichts. Ihr tut den Menschen damit einen großen Gefallen. Eine widerum ehrliche Antwort vonseiten der Bank wäre: Na dann viel Glück. Aber nicht mit uns.</p>
<p>Tatsächlich könnte man jetzt überlegen, der Bank für dieses Entgegenkommen ein Geschäft anzubieten. Beispielsweise, indem man von der Abgabe widerum einen klitzekleinen Teil an die Bank abtritt. Damit würde sich die Katze in den Schwanz beißen, denn wahrscheinlich würde niemand, der ein Grundeinkommensbefürworter ist, der Bank auch nur einen müden Cent gönnen. Womit man also bei der Eingangsidee stehen bleibt und sich fragt: was tun?</p>
<p><strong>Erster Gedanke: Man gründet (selbst) eine Bank.</strong><br />
Diesen Gedanken kann man wieder ganz schnell verwerfen. Für die Gründung einer Bank muss man mindestens fünf Millionen Euro Einlage leisten. Und wer fünf Millionen hat, der kann sie besser gleich ins Grundeinkommen investieren. Von der Kundengewinnung mal ganz abgesehen.</p>
<p><strong>Zweiter Gedanke: Man gründet einen Treuhandfond. </strong><br />
Gleiches Spiel, denn auch hier ist die Kapitaleinlage astronomisch hoch.</p>
<p><strong>Dritter Gedanke: Man gründet eine Stiftung. </strong><br />
Das ist schon etwas leichter, aber noch immer nicht unkompliziert. Zumal eine Stiftung weder wie eine Bank noch wie ein Fond arbeiten darf: <em>&#8222;Steuerliche Vorteile gibt es aber nur für Stiftungen, die Zwecke verfolgen, die im öffentlichen Interesse liegen, die Förderung von Wissenschaft, Bildung und Kultur oder die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen zum Beispiel. Verfolgt eine Stiftung solche steuerbegünstigten Zwecke, mindert jede Zuwendung an sie – unabhängig davon, ob es sich um die Erstausstattung im Rahmen der Stiftungserrichtung oder um Spenden oder Zustiftungen an eine bestehende Stiftung handelt – das steuerpflichtige Einkommen des Spenders oder Stifters und setzt damit seine gesamte Steuerlast herab.&#8220; (Quelle: <a href="http://www.braunschweig.ihk.de/pressearchiv/2008/?viewMeldung=meldung_1210331438.09" target="_blank">IHK Braunschweig</a>)<br />
</em></p>
<p><strong>Vierter Gedanke: Man gründet eine Firma.</strong><br />
Da aber eine Grundeinkommensfirma nichts produziert oder leistet, das man ihr abkaufen kann, würde auch das schwierig werden. Es wäre nur eine Scheinfirma.</p>
<p><strong>Fünfter Gedanke: Man gründet einen eingetragenen Verein.</strong><br />
Womit wir in der Gegenwart landen. Die meisten Organisationen kleineren Niveaus, die sich für Menschenrechts- oder Umweltzwecke einsetzen, haben den Status eines Vereins. Ihr Agieren ist somit in vielen Belangen eingeschränkt &#8211; besonders und vor allem, wenn es um Geld geht.</p>
<p>Die rechtliche Form einer Organisation ist somit von maßgeblicher Bedeutung, um im öffentlichen Raum zu agieren.</p>
<p>Wenn man jetzt böse wird, könnte man sagen, dass Geldschöpfung im großen Stil eben nur denen vorbehalten ist, die bereits viel Geld haben. Glücklich sind diese reichen Leute aber auch nur dann, wenn sie das Geld sinnvoll wieder ausgeben. Alles überschüssige Geld macht Verlustangst, Kummer, Sorgen, kriminell, unversöhnlich, Herzkreislaufprobleme, Fettleibigkeit &#8211; es führt zu getrennten Schlafzimmern, elitären Kindern, Scheidungskriegen, reichen Anwälten und so weiter und so fort.</p>
<p><strong>Man gründet Freiheit<br />
</strong></p>
<p>Dies führt einen &#8211; logisch &#8211; dahin, dass man beginnt, über Freiheit nachzudenken. Wenn wir tatsächlich so frei leben, entscheiden und vor allem etwas schaffen könnten, wie wir es vielleicht in dieser Demokratie empfinden oder gesagt bekommen, dann besteht diese Freiheit nur so lange, so lange es NICHT um Geld geht.</p>
<p>Verabschieden wir uns also wieder vom Geld. Verabschieden wir uns von einem System, mit dem wir zwar ohne große Probleme und weitaus unkomplizierter finanzielle Hilfen für die Grundeinkommensbewegung schaffen könnten. Verabschieden wir uns von dem zugegeben &#8211; sehr verführerischen &#8211; Automatismus, der eine wunderbare Geldeinnahmequelle wäre, um die Zeit, die man mit Überzeugungsreden verbringt, zu minimieren und diese dafür in Handarbeit zu investieren.</p>
<p>Man sagt: Jeder einzelne muss sich engagieren. Jeder einzelne wirft seine 50 Cent in den Topf. Tatsächlich ist die Spendendose, die während einer Veranstaltung umher geht, viel schneller gefüllt, als wenn sich einer eine Website zuhause vor dem Bildschirm anschaut und den Paypal-Button drücken soll.</p>
<p>Warum ist das so? Ganz einfach: Die Gruppendynamik fehlt. Die Überzeugung, für eine gute Sache Geld zu geben, passiert im Moment des Geschehens. Im Moment des Zusammenseins mit anderen Menschen. In  dem wir uns &#8211; zumindest für den Augenblick &#8211; so fühlen können, als würden wir an diesem Ort, zu dieser Zeit, etwas bewegen. Dort, in diesen Sekunden passiert die Realität.</p>
<p><strong>Irrtum: Gründung im Internet</strong></p>
<p>Sie passiert nicht im Internet. So glorreich und vielversprechend das Internet uns erscheint, es ersetzt niemals die physische Präsenz von Lebewesen, die wir brauchen, um auf unser Bauchgefühl zu vertrauen. Wir müssen Menschen beim Ideenaustausch, bei Verhandlungen und bei Problemen in die Augen schauen können, um entweder neues Vertrauen zu fassen oder uns zu distanzieren.</p>
<p>Ich habe die Probe gemacht. Ausgerechnet bei einer Bank. Über das Venus Projekt stieß ich auf die Empfehlung, mein Bankkonto nicht mehr bei einer herkömmlichen Bank zu führen, sondern zu einer Bank zu wechseln, die ihre Geschäfte auschließlich über z. B. Investitionen in nachhaltige Energiegewinnungs-Unternehmen bzw. so notierte Börsenfirmen tätigt. Erstmal ein guter Gedanke. Nun weiß ich aber, dass meine eigene Geldgeschäfte nicht immer reibungslos funktionieren. Im Falle des Falles fühle ich mich darauf angewiesen, das Bank-Gebäude zu betreten, um meine Ansprüche und Bedürfnisse von Mensch zu Mensch zu besprechen.</p>
<p>Wo aber sind die Ethikbanken angesiedelt? Es gibt sie nicht. Jedenfalls nicht physisch. Sie agieren ausschließlich virtuell. Der einzige mögliche Kontakt passiert über das Telefon und über das Internet. Wie kann ich aber mit Menschen umgehen, die mir niemals von Angesicht zu Angesicht begegnen? Meine Meinung: Gar nicht.</p>
<p><strong>Man gründet ein Grundeinkommenshaus</strong></p>
<p>Fazit: Als Grundeinkommensbewegung brauchen wir ebenso eine physische Adresse. Wenn Menschen erstmalig über das Internet auf uns treffen, wäre der nächst folgende konsequente Schritt, uns dort aufzusuchen, wo wir uns befinden.</p>
<p>Ein kleines lokales Gedankenspiel:</p>
<p>Die Grundeinkommensfirma mietet ein Gebäude in Hamburg Altona. Draußen vor der Tür hängt ein riesiges Schild mit der Aufschrift &#8222;Offenes Haus&#8220;. Das Haus selbst hat einen großen und mehrere kleine Veranstaltungs- und Begegnungsräume. Es hat eine Abteilung, die für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation zuständig ist. Alle Projekte werden mittels Rekrutierung von Freiberuflern oder kleinen Unternehmen umgesetzt. Benötigte Kompetenzen und Fähigkeiten werden gemäß der geplanten Veranstaltungen eingekauft. Das alles spielt sich im Aktionsradius von Hamburg Altona ab.</p>
<p><strong>Was würde gebraucht und welche Voraussetzungen müssten gegeben sein?</strong></p>
<ul>
<li>Erstens: Das Gebäude müsste mietfrei zur Verfügung gestellt werden</li>
<li>Zweitens: Die Inneneinrichtung müsste kostenlos geliefert werden</li>
<li>Drittens: Die benötigte Technik wie Computer und Telefone müssten bereit gestellt werden</li>
<li>Viertens: Strom könnte über gespendete Solar-Anlagen bereit gestellt werden. Oder man verwendet Ökostrom</li>
<li>Fünftens: Die Menschen, die in diesem Haus arbeiten, bekommen einen angemessenen Leistungsausgleich, der transparent und offen dargelegt wird, um ihre Zeit und ihre Kraft in das Projekt Grundeinkommen bereit stellen zu können</li>
<li>Sechstens: Verbleibende laufende Kostenposten: Wasser, Telekommunikation und alle weiteren notwendigen Materialien, die nicht selbst beigesteuert werden können. Diese müssen weiterhin aus Spendengeldern finanziert oder von Menschen aus dem Stadtteil abgegeben werden</li>
</ul>
<p>Wen müsste man also ansprechen, um all diese Dinge, die ja Geld kosten, auch zu bekommen? Zunächst mal: Leute, die großzügig sind.</p>
<ul>
<li>Erstens: Jemanden, der sich in der Immobilienbranche auskennt und entsprechende Kontakte hat bzw. einen Vermieter, der ein Haus &#8222;über&#8220; hat</li>
<li>Zweitens: Eine Möbelfirma, die auf diese Weise eine gute Werbung bekommt</li>
<li>Drittens: Technik-Gerätehersteller (oder Leute spenden z. B. ihr altes Laptop)</li>
<li>Viertens: Ökostromlieferanten oder Solaranlagen-Produzenten (ebenfalls eine gute Werbung für die Firmen)</li>
<li>Fünftens: Leute, die bereits für das Grundeinkommen tätig sind und es weiter sein wollen</li>
</ul>
<p><strong>Tritt ein, Freund!</strong></p>
<p>Der große Vorteil einer physischen Adresse ist der, dass Leute zur Einweihungsparty eingeladen werden können und das ganze Haus danach permanent als offene Adresse für Interessenten dienen kann. Während der Öffnungszeiten kann jeder, der will, vorbeikommen und entweder Geld oder Materialien da lassen. Draußen am Gehweg findet der Passant Aufsteller, die auf die nächste Zusammenkunft oder größere Veranstaltung hinweisen. Das Haus befindet sich dort, wo die Menschen wohnen, nicht, wo sie arbeiten. Nach Feierabend geht man dort vorbei, bekommt ein Stück Kuchen oder gibt etwas ab und plauscht mit denen, die gerade da sind.</p>
<p>So ein Haus kann nur stadtteilbedingt funkionieren. Für und mit den Anwohnern drum herum. Sobald eine bestimmte Größenordnung überschritten wird, wird es problematisch. Außerdem gibt es nur dann ein reges Gefühl, wenn auch tagsüber permanent jemand da ist und es jederzeit geöffnet hat.</p>
<p>Wachsen kann so eine Idee also nur mit der tatkräftigen Unterstützung und Hilfe großzügiger Menschen, die nach Möglichkeit aus derselben geografischen Ecke kommen und regional vertreten sind. Da liegt das eigentliche Problem, mit dem man sich zu befassen hätte.</p>
<p>Langfristig könnte es &#8211; bezogen auf Hamburg &#8211; in allen Stadtteilen solche Grundeinkommenshäuser geben.</p>
<p>Mit der Einführung eines Grundeinkommens würden die Häuser dann umfunktioniert &#8211; um in das nächste sinnvolle Projekt zu münden. Mit dem Vorteil, dass es sich ab jetzt besser und leichter arbeiten ließe.</p>
<p><strong>Weitere Ideen und die Bildung einer Task-Force, die sich mit oben beschriebenen Aufgaben befassen will, sind herzlich willkommen!</strong></p>
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